Die Credit Suisse will mit einer neugeschaffenen Einheit superreiche Amerikaner stärker umgarnen. Mit Dienstleistungen wie Krediten oder Fusions-Beratung will sich die Schweizer Grossbank ein grösseres Stück vom schnell wachsenden Geschäft mit Milliardären sichern, erklärten Insider.

Die traditionelle Anlageberatung und Vermögensplanung biete die Einheit dagegen nicht an. Credit Suisse haben Charlie Buckley vom Erzrivalen UBS abgeworden, um Firmengründer anzugehen, hiess es in einer Reuters am Freitag vorliegenden internen Mitteilung.

Auch interessant
 
 
 
 
 
 

Entrepreneure als Zielgruppe

Das breiter angelegte Geschäft mit weniger reichen US-Privatkunden hatte das Institut im vergangenen Jahr an Wells Fargo verkauft. Die neue Einheit sei nicht bei der Vermögensverwaltung angesiedelt, sondern im Investmentbanking. Im Visier habe Credit Suisse sowohl Superreiche als auch Unternehmer aus Branchen wie Energie, Biotechnologie oder Telekommunikation, deren Firmenanteile Hunderte von Millionen Dollar wert sein könnten, erklärte eine der Personen.

Banken versuchen zunehmend, mit Superreichen ins Geschäft zu kommen. Es gibt nirgends mehr Milliardäre als in den USA, auch wenn Asien Studien zufolge die höchsten Wachstumsraten verspricht. Konzernchef Tidjane Thiam will Credit Suisse auch in Asien oder der Schweiz als Bank für Unternehmer positionieren.

(reuters/ise/hon)