Ein Verlust von knapp 6 Millionen Dollar eines ihrer Händler in London hat bei der Schweizer Grossbank Credit Suisse offenbar eine Untersuchung zur Folge gehabt. Wie das «Wall Street Journal» Europa von einer mit dem Fall betrauten Personen erfuhr, haben sowohl die Bank selber als auch die britischen Behörden den Fall unter die Lupe genommen.

Ende 2012 geschehen

Die Verluste wegen dem Ende 2012 geschehenen Vorfall seien zwar materiell nicht bedeutend, die Bank aber wolle verstehen, wieso die Verlustposition von ihrem Sicherheitssystem nicht entdeckt worden und während 16 Tagen nicht gemeldet worden sei.

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Offenbar wurde erst diese Woche in diesem Zusammenhang ein Händler von «Exchange Traded Funds» (ETF) - also an der Börse gehandelten Investmentfonds - entlassen. Dessen Chef, der die Positionen hätte überwachen sollen, wurde gemäss der Zeitung bereits im Januar suspendiert.

«Der Händler handelte allein»

Die CS bestätigte den Vorfall in einer Stellungnahme gegenüber der Finanznachrichtenagentur AWP, gibt sich dabei aber «überzeugt, dass der Händler alleine handelte und dass die Angelegenheit im Umfang begrenzt war.»

Als ungewöhnliche Handelsaktivitäten eines Händlers in der Londoner Aktienabteilung für ETFs entdeckt worden seien, habe man umgehend die zuständigen Behörden benachrichtigt und kooperiere seitdem mit den Aufsehern, heisst es in der Stellungnahme der zweitgrössten Schweizer Bank weiter.

(sda/tke/aho)