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Untersuchung
CS im Visier von FBI und US-Justizdepartement

CS in New York: Die Mosambik-Affäre weitet sich aus. Getty

Der Skandal um den Milliardenkredit für Mosambik wird für die Credit Suisse immer unangenehmer. Offenbar untersuchen nun auch das US-Justizdepartement und das FBI das fragwürdige Geschäft.

Veröffentlicht am 06.11.2017

Ihr Geschäft mit dem ostafrikanischen Mosambik wird für die Credit Suisse immer stärker zu Hypothek. Offenbar untersuchen nun auch die US-Bundespolizei FBI und das US-Justizdepartement die Affäre, wie das «Wall Street Journal» schreibt. Es geht um dem Milliardenkredit, den die CS gemeinsam mit der russischen Bank VTB und der französischen BNP Paribas dem Land vermittelt hat. Der Deal stellt sich als äusserst fragwürdig heraus – unter anderem, weil ein Teil des Geldes für Waffenkäufe zweckentfremdet wurde.

Verschiedene Länder, darunter die Schweiz, stellten wegen des Skandals ihre Hilfszahlungen an das Land ein. Mosambik musste sich für zahlungsunfähig erklären. Auch für die Banken könnte das Geschäft Konsequenzen haben – bereits untersuchen die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht, die britische Aufsicht FCA und die US-Börsenaufsicht SEC den Deal. Mit den Untersuchungen des FBI und des US-Justizdepartements erhält der Fall eine neue Dimension: Die beiden Behörden prüfen laut dem «WSJ» auch, ob die Banken Korruption ermöglicht haben – das könnte eine Strafverfolgung nach sich ziehen.

(mbü)

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