CS-Präsident Urs Rohner ist unter Druck. Kaum eine anderen Bank weist eine derart schlechte Performance auf. Bei seinem Antritt Ende April 2011 war die Aktie 35 Franken wert – am Freitag noch 15 Franken. Rücktrittsforderungen werden laut. Doch Rohner denkt nicht daran, den Platz zu räumen, schreibt die Zeitung «Schweiz am Sonntag».

An der kommenden Generalversammlung vom 29. April will er sich wieder zur Wahl stellen. «Ja, Herr Rohner tritt zur Wiederwahl an», bestätigt sein oberster Medienchef Christoph Meier gegenüber der «Schweiz am Sonntag».

Namen kursieren am Paradeplatz

Ob es wirklich so weit kommt, wird Ende März bekannt, dann wird die Traktandenliste verschickt. Rohner nutzt die Zeit, um bei Meinungsmachern im Hintergrund guten Wind zu machen. Derweil kursieren laut «Schweiz am Sonntag» Gerüchte, dass es auch ganz anders kommen könnte. Dass Rohner nämlich von den Investoren, die unter seiner Führung so viel Geld verloren haben, abgesetzt wird.

Am Paradeplatz in Zürich kursieren Namen, die den glücklosen Präsidenten beerben könnten. Allen voran taucht der Name Oswald Grübel auf. Das alte Schlachtross des Schweizer Bankings soll als Übergangspräsident - ähnlich wie damals Kaspar Villiger bei der UBS - die Bank in ruhigere Gewässer führen. Er könnte das. Allerdings müsste für ihn die Alterslimite heraufgesetzt werden. Ein anderer prominenter Name: Philipp Hildebrand, der ehemalige SNB-Präsident und jetziger Blackrock-Topmann.

(cfr)