Am 20. November wird die Credit Suisse (Schweiz) geschaffen, berichtet die «Finanz und Wirtschaft». Damit wechseln über 6000 Mitarbeiter rechtlich gesehen ihren Arbeitgeber und sämtliche Schweizer Kunden sind juristisch gesehen einer neuen Schweizer Aktiengesellschaft verbunden.

Die Aktiengesellschaft, mit allen Schweizer Kunden, wird im kommenden Jahr an die Börse gehen. Wann der Börsengang erfolgt, ist noch offen. Mehr dazu könnte die CS anlässlich ihres Investorentags am 7. Dezember bekannt geben. Die Gründung der Rechtseinheit ist eine Folge der Too-big-to-fail-Gesetzgebung für Schweizer Grossbanken. Sie soll die Abwicklung einer akut gefährdeten Bank rasch ermöglichen.

Noch keine Banklizenz

Der Start der eigenständigen Rechtseinheit war von der Grossbank für das vierte Quartal angekündigt worden. Sie verfügt bisher noch nicht über eine Banklizenz, wie der Sprecher ebenfalls bestätigte. Diese werde aber bis zum offiziellen Start erwartet. Die Bank erhalte keinen neuen Namen.

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Die Credit Suisse (Schweiz) wurde bereits im April 2015 gegründet. Anfang September war bekannt geworden, dass der ehemalige Six-Präsident Alexandre Zeller Verwaltungsratspräsident der Schweizer Tochter wird. Auf den 1. Oktober wechsele Zeller vom Börsenbetreiber zur Grossbank, hiess es damals.

Der Verwaltungsrat der Credit Suisse (Schweiz) AG wird neben Zeller mit zusätzlichen von ausserhalb der Bank kommenden Schweizer Mitgliedern ergänzt. So wurde Peter Derendinger, Gründer und Chef der Alpha Associates AG, ebenfalls zum Mitglied des Verwaltungsrates ernannt. Es ist laut entsprechender Mitteilung vorgesehen, dass er den Vorsitz des Risiko-Ausschusses übernimmt.

Ebenfalls im Verwaltungsrat des Schweizer Geschäfts Einsitz nehmen CS-CEO Tidjane Thiam, CS-VRP Urs Rohner, Alexander Gut, Andreas Koopmann und Severin Schwan. Letztere drei sind bereits Mitglieder des Verwaltungsrats der Gruppe.

(chb, mit Material von AWP)