Nach einem erneuten globalen Grossangriff auf Computer kämpft die weltgrösste Reederei Moeller Maersk weiter mit den Folgen. Derzeit könne man keine Aufträge entgegennehmen, sagte der Maersk-Manager Vincent Clerc am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Es sei auch noch nicht absehbar, wann sich die Abläufe wieder normalisieren würden und wie hoch am Ende der Schaden sein werde.

Moeller Maersk gehört zu den Firmen in aller Welt, die von dem am Dienstag gestarteten Cyber-Angriff getroffen wurden. Opfer waren auch die Deutsche Post und die Metro, deren IT-Systeme in der Ukraine attackiert wurden. Dabei geht es um eine Erpresser-Software mit Namen «Petya».

Opfer werden erpresst

«Petya» setzt Computer ausser Gefecht, indem sie deren Festplatten verschlüsselt. Zugang erhalten Geschädigte erst wieder nach Zahlung von 300 Dollar in der Cyberwährung Bitcoin. Fachleute zogen Parallelen zu dem Angriff mit dem Schadprogramm «WannaCry», das Mitte Mai rund um den Globus Computer lahmgelegt hatte.

(reuters/mbü/gku)