Delikte, bei denen der Einsatz von Computern oder Internet zentral ist, sind inzwischen die am zweithäufigsten begangene Art von Wirtschaftskriminalität. Dies besagt eine Studie, für welche das Beratungsunternehmen Pricewaterhouse Coopers 140 Schweizer Unternehmen und Organisationen befragt hat.

20 Prozent der Befragten waren in den letzten zwölf Monaten nach eigenen Angaben Opfer von Cybercrime. In der letzten Studie von 2009 war Cybercrime noch nicht einmal als eigenständige Kategorie geführt worden.

Weitaus am häufigsten (80 Prozent) sind weiterhin Fälle von Vermögensveruntreuung. Nach Cybercrime folgen an dritter Stelle mit je 12 Prozent Fälle von Spionage und Geldwäscherei.

Finanzbranche am stärksten von Wirtschaftskriminalität betroffen

Insgesamt stieg der Anteil der Unternehmen, die mindestens einen Fall von Wirtschaftskriminalität feststellten, leicht von 17 auf 18 Prozent. Die Zahl liegt deutlich unter dem weltweiten Durchschnitt, der von 30 auf 34 Prozent gestiegen ist. Weltweit sind neben Fällen von Veruntreuung auch Buchführungsdelikte sowie Korruption noch häufiger als Cybercrime.

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Wie schon 2009 ist die Finanzbranche am stärksten von Wirtschaftskriminalität betroffen. 44 Prozent der entdeckten Fälle in der Schweiz entfallen laut der Umfrage auf diesen Sektor. Bei 40 Prozent der Fälle handelt es sich um Delinquenten aus den eigenen Reihen.

(laf/tno/sda)