Das Biotech-Unternehmen Cytos hat mit der britischen Firma Checkmate Pharmaceuticals eine Lizenzvereinbarung getroffen. Demnach erhalten die Briten eine exklusive Lizenz für die Forschungsplattform zur Entwicklung und Kommerzialisierung von Krebsmedikamenten.

Cytos erhofft sich von der Vereinbarung Meilensteinzahlungen über 90 Millionen Dollar sowie Lizenzgebühren auf von Checkmate erfolgreich entwickelten Produkte.

«Wir sind der Meinung, dass Checkmate gut positioniert ist, neue Behandlungsmöglichkeiten für Patienten mit Krebs voranzutreiben», wird Cytos-Chef und -Verwaltungsratspräsident Christian Itin in einer Mitteilung zitiert.

Kurz vor der Pleite

Cytos stand im vergangenen Jahr kurz vor der Pleite. Das Unternehmen hatte voll auf die Wirksamkeit eines Asthma-Medikaments gesetzt, konnte aber dessen Wirksamkeit nicht nachweisen. Daraufhin musste die Firma ihre operative Tätigkeit herunterfahren.

Im März dieses Jahres stimmten die Cytos-Aktionäre schliesslich einer Kapitalerhöhung zu, nachdem das Unternehmen eine Wandelanleihe nicht hatte zurückzahlen können. Seither ist Cytos schuldenfrei. Gemäss einer Vereinbarung verzichten die Gläubiger auf sämtliche Ansprüche und erhalten im Gegenzug Geld aus Lizenzvereinbarungen von Cytos mit Novartis und der US-Firma OnCore.

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(sda/dbe/ama)