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Cytos reduziert Geschäft und entlässt Belegschaft

Cytos: Viele Schreibtische bleiben bald leer.   Keystone

Die Biotechnologie-Firma Cytos wird nun endgültig ihre Tätigkeiten reduzieren und 24 von 36 Mitarbeitern entlassen. Die harten Schritte sollen es erlauben, das Geschäft fortzuführen.

Veröffentlicht am 05.05.2014

Das Biotechnologie-Unternehmen Cytos wird wie angekündigt die operative Tätigkeit reduzieren. Cytos geht diesen Weg, nachdem der letzte Hoffnungsträger in der Forschungs-Pipeline, der Impfstoff CYT003 zur Behandlung von moderatem bis schwerem Asthma, wie Mitte April kommuniziert in einer Phase-2b-Studie keinen Erfolg gezeigt hatte. Das Unternehmen hat mit den Kapitalgebern nach Lösungen gesucht und entlässt einen Grossteil der Belegschaft. Die Massnahmen würden eine Weiterführung der Firma erlauben, heisst es in einer Mitteilung vom Montag.

Mit den Gläubigern hat die Gesellschaft Vereinbarungen abgeschlossen, welche eine Reduktion der Verbindlichkeiten und Rückstellungen um rund 5 Millionen Franken bewirken. Des Weiteren haben die vier Wandeldarlehensgebern Abingworth, Amgen, venBio und Aisling ein Teil ihrer Wandeldarlehen unter den ordentlichen Kreditoren subordiniert. Die Wandeldarlehen blieben aber vorrangig zu den Wandelanleihen.

24 von 36 Mitarbeitern entlassen

Um Kosten zu sparen, reduziert Cytos vor allem die operativen Aktivitäten im Rahmen der Entwicklung und Herstellung von CYT003. Insgesamt sollen 24 der 36 Mitarbeiter per 31. Juli entlassen werden. Zudem wird der Verwaltungsrat auf vier Personen verkleinert: Yamo Deniz, Arthur Krieg und Paul Alan Brooke werden per Ende Mai aus dem Gremium zurücktreten.
In Zukunft beabsichtige Cytos mit interessierten Parteien Gespräche über die VLP B-Zellvakzineplattform zu führen. Solche Gespräche sollen auch über die laufenden präklinischen Entwicklungsprogramme, welche auf dieser Plattform basieren, zum Erfolg führen.

Wie bereits Mitte April bekanntgegeben betrugen die flüssigen Mittel von Cytos per Ende März 31 Millionen Franken. Die Gesellschaft erwartet nicht, dass die nachrangigen Wandelanleihen zurückbezahlt werden können. Ebenso dürften keine Zahlungen an die Aktionäre erfolgen können, heisst es weiter.

(awp/me/sim)

 

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