Bei der Entwicklung des kleinsten Audi hat der Begriff «Urban Ego Racer» als Arbeitstitel gedient. Mit 3,95 m Länge passt der Einsteiger-Audi in der Tat in den urbanen Verkehr; Aussehen, direkte Lenkung, straffe Federung und sportliches Fahrverhalten passen zu einem Racer.

Aber am wichtigsten ist den Ingolstädtern wohl doch der von den Lateinern entliehene Begriff «ego» für «ich». Jeder soll die Chance bekommen, sich seinen A1 selbst zu gestalten. Dazu haben sich die Designer so einiges einfallen lassen: Zum Beispiel den Dachrahmen, den man in verschiedenen Farben bestellen kann, um die Coupé-artige Dachlinie des Dreitürers zu unterstreichen - oder eben nicht. Innen haben sich die Gestalter noch mehr austoben können, um so dem persönlichen Geschmack der Käufer entgegenzukommen. Frisch und ausdruckstark soll es wirken, und das in der für Audi typischen Qualität. Mit den Ausstattungslinien Attraction und Ambition sowie den beiden S-Line-Varianten und den Exclusive-Möglichkeiten ergeben sich beim A1 insgesamt fast 800 Konfigurationen.

Das Flaggschiff A8 als Mutter

In Erinnerung an alte DKW-Zeiten hätte man den neuen Kleinen auch A8 Junior taufen können. Denn sowohl aussen als auch bei der Technik haben die Ingenieure gleich alle Modellreihen von oben nach unten übersprungen, indem sie dem A1 viele Elemente des Flaggschiffs mitgeben. Das gilt auch fürs Licht mit optionalen Xenon-Scheinwerfern und LED-Komponenten vor wie in den Heckleuchten. Die Nähe zum Grossen erkennt man aber auch am Gesicht mit dem dominanten Singleframe-Grill, der geschwungenen Lichtleiste des Tagfahrlichts und an der Gestaltung der Lufteinlässe bis hin zu den Nebelleuchten. Der elegante Schwung des Dachs findet sich bei mittlerweile allen Audi-Limousinen, so auch hier. Mit Keilform, hoher Schulterlinie und damit relativ kleiner Fensterfläche sieht er im Stand aus, als wolle er ohne Fahrer lossprinten. Die 16-Zoll-Räder der besseren, der Ambition-Ausstattung, tun das Ihre dazu.

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Schaut man dem Kleinen hinterher, fällt auf, wie satt er auf der Strasse steht. Er wirkt viel breiter als seine 1,74 m, die allerdings für einen Kleinwagen aus dem Kompaktsegment schon einen ordentlichen Wert darstellen. Zu dem Eindruck trägt die mit 1,42 m recht geringe Höhe nicht unwesentlich bei. Der kurze Überhang vorn und der sehr knappe hinten lassen Platz für einen Radstand von 2,47 m, Platz für einen ausgewachsenen Innenraum und einen Gepäckraum von 270 l Volumen, der auf 920 l erweitert werden kann. Vorn bietet sich für Fahrer und Beifahrer ein Sitz-, «Wohn-» und Arbeitsumfeld, wie man es von Audi erwartet.

Den A1 wird Audi zunächst mit drei direkteinspritzenden Turbomotoren anbieten, zwei TFSI-Benzinern und einem TDI-Diesel, die ein Leistungsspektrum von 63 kW/86 PS bis 90 kW/122 PS abdecken. Das wird sicher nicht das letzte Wort sein, wo doch schon der Konzern-Kollege Polo GTI mit 138 kW/187 PS aufwartet.