Die Lohnkürzungen im Top-Management der Grossbanken haben den Aufwärtstrend bei den Spitzensalären gebrochen. Wie aus dem jüngsten Lohnvergleich der «Handelszeitung» bei den 55 wichtigsten Finanzdienstleistern, Industriefirmen und Detailhandelsunternehmen hervorgeht, hat sich das durchschnittliche Jahresgehalt eines Konzernleitungsmitglieds im Geschäftsjahr 2007 um 2% vermindert. Im Vorjahr war noch ein Plus von 15% zu verzeichnen.

Während die Vergütungen im Finanzsektor aufgrund der Subprime-Krise teils massiv rückläufig waren, haben sich die Entschädigungen in den übrigen Wirtschaftszweigen weiter deutlich nach oben entwickelt. Vier von fünf Unternehmen weisen höhere Löhne für die Konzernleitung aus. Die Zahl der Firmen mit einem Gehalt, das über der Millionenmarke liegt, hat sich innert Jahresfrist von 31 auf 40 erhöht. Neu dazu gehören u.a. Georg Fischer, Bucher, Bobst, Rieter, Sulzer und Swisscom.

Speziell der Industriebereich hat näher zu den weiterhin führenden Gesellschaften aus den Sparten Banken, Versicherungen und Pharma aufgeschlossen. Demgegenüber wurden die Spitzenlöhne bei den Chemiefirmen Ciba SC, Clariant und Lonza zurückgestuft.

Bei den Top-Gehältern der CEO, die neu in den Geschäftsberichten auszuweisen sind, hat sich eine neue Rangfolge ergeben. Brady Dougan (CS), Franz Humer (Roche) und Peter Brabeck (Nestlé) lösten Novartis-Chef Daniel Vasella und den ehemaligen UBS-Präsidenten Marcel Ospel an der Spitze ab.

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