Der Batteriehersteller Leclanché, der seit längerem Verluste schreibt, erhält eine Kapitalspritze von 21 Millionen Franken vom dänischen Unternehmen Recharge Aps. Die Dänen nehmen künftig Einsitz im Verwaltungsrat.

Die mittelfristige Finanzierung von 21 Millionen Franken werde ausreichen, um im Laufe des Jahres 2015 die geplanten operativen Massnahmen umzusetzen und auf Stufe Cashflow die Gewinnschwelle zu erreichen, heisst es in der Medienmitteilung des Unternehmens vom Montag.

Verlustreiches Geschäft

Vor einem Monat hatte Leclanché einen Umsatzeinbruch im ersten Halbjahr um fast 30 Prozent und einen Reinverlust von 10,82 Millionen Franken bekannt gegeben. Das traditionsreiche Unternehmen schreibt seit längerem Verluste. Der seit Juni neu im Amt stehende Konzernchef Anil Srivastava soll das Steuer herumreissen und versucht Leclanché strategisch neu auszurichten.

Die Kredite werden mit einer Laufzeit bis Juni 2016 bereitgestellt und als Wandelanleihe besichert. Zur Genehmigung der Finanzierungsmassnahme soll am 5. Januar 2015 eine ausserordentliche Generalversammlung abgehalten werden. Dabei sollen mehrere Tranchen neue Aktien ausgegeben werden.

Wechsel im Verwaltungsrat

Für 11,99 Millionen Franken sollen Aktien zum Nennwert von 1,50 Franken für Wandelanleihen und Anleihen ausgegeben werden. Ausserdem sollen 4,5 Millionen Franken für Mitarbeiterbeteiligungen und weitere 16,5 Millionen Franken in Papieren ausgegeben werden, die das Bezugsrecht zu Gunsten von Recharge oder anderer Finanzierungsanbieter ausschliessen.

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Laut Mitteilung sollen zudem Recharge-Manager Scott Campbell Macaw und Robert Aron Robertsson zur Wahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen werden.

Börse euphorisch

An der Schweizer Börse starteten die Leclanché-Papiere am Montag fulminant in den Handel. Zeitweise lagen sie mit knapp 14 Prozent im Plus. Kurz vor 11.30 Uhr notierten sie 9,9 Prozent höher. Die Schweizer Börse verlor derweil gemessen am SPI um 0,3 Prozent.

Zuletzt schloss das Papier bei einem Kurs von 5,20 Franken. Das entspricht einem Tagesplus von 9,47 Prozent. Damit sind die Aktien des Batterieherstellers eindeutiger Tagessieger im sonst schwachen SPI, der zum Schluss fast ein halbes Prozent im Minus stand.

(sda/ise)