Das Nettoergebnis fiel um knapp 19 Prozent auf 97,9 Millionen Franken zurück und der Ebit um 2,7 Prozent auf 132,3 Millionen. Bereits Ende Januar hatte der Mischkonzern den Umsatz bekanntgegeben: Er schrumpfte 2014 um 9,4 Prozent auf 1,25 Mrd Franken. Die Ebit-Marge verbesserte sich wegen des stärker rückläufigen Umsatzes auf 10,6 von 9,8 Prozent, wie das Urner Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Damit hat Dätwyler die Erwartungen des Marktes in etwa getroffen. Analysten hatten im Vorfeld einen Ebit im Bereich von knapp 130 bis gut 131 Millionen Franken sowie einen Reingewinn von knapp 98 Millionen bis 100 Millionen vorhergesagt.

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Steuerquote deutlich unter Durchschnitt

Der Rückgang des Reingewinns erkläre sich vollständig mit der Steuerquote, die im Vorjahr deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt gelegen habe. Überdies ist ein negativer Saldo aus Sondereinflüssen von 6,5 Millionen enthalten. Sonderkosten im Zusammenhang mit der Pensionskasse in den USA sowie aus dem Wechsel des IT-Outsourcingpartners standen Sondererträge aus dem Verkauf der Dätwyler Immobilien AG an die Pema Holding AG gegenüber.

Aus Anlass des 100-jährigen Bestehens des Unternehmens beantragt der Verwaltungsrat zu Handen der GV die Ausschüttung einer Jubiläumsdividende von insgesamt indikativ 7,8155 Franken (VJ 2,80) je Inhaberaktie und von 1,5631 Franken (VJ 0,56) je Namenaktie. Die Ausschüttung setzt sich zusammen aus einer ordentlichen Bardividende und einer Aktiendividende. Die Bardividende beträgt 2,20 Franken je Inhaberaktie und 0,44 Franken je Namenaktie.

Bei der Aktiendividende erhalten die Aktionäre pro 100 Inhaberaktien und pro 500 Namenaktien je drei Inhaberaktien aus dem Bestand der firmeneigenen Inhaberaktien. Der Wert der Aktiendividende (basierend auf dem volumengewichteten Durchschnittskurs der Inhaberaktie von 121,67 Franken vom 25.02.2015) ist indikativ und wird definitiv am 15.04.2015, dem Tag vor der Generalversammlung, ermittelt und an der GV bekanntgegeben.

2014 als Übergangsjahr

Operativ sei 2014 ein Übergangsjahr gewesen, heisst es in der Mitteilung. Der Schwerpunkt habe auf der Umsetzung der strategischen Integrationsprojekte gelegen. «Die kontinuierliche Steigerung der Ertragskraft zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind», wird CEO Paul Hälg in der Mitteilung zitiert.

Im Ausblick auf das Geschäftsjahr 2015 heisst es, dass man sich seit längerem auf einen stärkeren Franken eingestellt habe. Daher erachte man aus heutiger Sicht einen Umsatz von 1,2 Milliarden Franken für 2015 als realistisches Ziel. Akquisitionen könnten den Umsatz zudem erhöhen, wobei man derzeit an mehreren Projekten arbeite.

Als Mittelfristziel hatte sich Dätwyler einen Umsatz von 2 Milliarden Franken sowie eine Ebit-Marge zwischen 12 und 15 Prozent vorgegeben, dies für den Zeitraum bis 2017. Dieser Zeitraum wird nun bis 2020 ausgeweitet, dies aufgrund der neuen Währungsverhältnisse, dem Verkauf der Maagtechnik sowie wegen der «anspruchsvollen Integrationsprojekte» im Konzernbereich Technical Components.

Weiter werden der GV die Zuwahl von Jürg Fedier, Hanno Ulmer und Neil Harrison in den Verwaltungsrat vorgeschlagen.

(awp/gku)