Der Mischkonzern Dätwyler hat im ersten Halbjahr 2014 einen um 7,4 Prozent geringeren Nettoumsatz von 654,4 Millionen Franken verbucht. Bereinigt um die Akquisitionseffekte betrug der Rückgang 2,3 Prozent, teilte die Gruppe mit. Der währungsbereinigte Umsatz liegt nahezu auf Vorjahresniveau.

Das Betriebsergebnis auf Stufe Ebit sank um 12 Prozent auf 68,5 Millionen Franken, die entsprechende Marge betrug 10,5 Prozent nach 11,0 Prozent im Vorjahreszeitraum. Das Nettoergebnis sank um 15 Prozent auf 48,3 Millionen Franken.

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Erwartungen übertroffen

Mit den Zahlen hat das Unternehmen die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 634,2 Millionen und für den Ebit bei 62,7 Millionen Franken, für den Reingewinn gab es zwei Schätzungen (42,4/47,2 Millionen).

Das Unternehmen verbuchte im ersten Semester einmalige negative Sondereffekte von 5,4 Millionen Franken. Davon betreffen 2,4 Millionen Franken den Verlust aus dem Verkauf der Fachhandelssparte Maagtechnic.

Im zweiten Halbjahr könnten nötige Restrukturierungen zu Einmalkosten von 15 bis 20 Millionen Franken führen, wie es weiter heisst. Diese Einmalkosten sollten durch den Gewinn aus dem ebenfalls für das zweite Halbjahr geplanten Verkauf der Dätwyler Immobilien AG zu einem grossen Teil kompensiert werden können.

Unterschiedliche Entwicklung

Die Segmente entwickelten sich im Berichtszeitraum unterschiedlich. Der Konzernbereich Sealing Solutions verzeichnete in den globalen Marktsegmenten nach wie vor eine stabile Entwicklung. Auf der anderen Seite kämpfte der Konzernbereich Technical Components in Europa unverändert mit einer insgesamt rückläufigen Nachfrage ohne klaren Trend, heisst es in dem Communiqué weiter.

Das Unternehmen bekräftigt seine Guidance für das Gesamtjahr und rechnet für 2014 nach wie vor mit einer Ebit-Marge zwischen 10 und 13 Prozent vor einmaligen Effekten. Für den Umsatz stellt das Unternehmen einen Wert von 1,3 Milliarden Franken in Aussicht. In beiden Konzernbereichen rechnet Dätwyler im zweiten Halbjahr mit einer stabilen Nachfrage.

(awp/dbe)