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Rückgang
Dätwyler setzt deutlich weniger um

Dätwyler-Stitz in Schattdorf: 2014 soll ein Übergangsjahr gewesen sein. Keystone

Der Urner Industriekonzern ist im vergangenen Jahr deutlich geschrumpft. Der Umsatz sank um knapp zehn Prozent. Grund sind nicht nur Währungseffekte.

Veröffentlicht am 23.01.2015

Der Industriekonzern Dätwyler hat im Geschäftsjahr 2014 einen um über 9 Prozent tieferen Umsatz von 1,25 Milliarden Franken erzielt. Für diesen Rückgang verantwortlich war vor allem der Verkauf der Fachhandelssparte Maagtechnic. Zusätzlich bremsten Währungseffekte das Urner Unternehmen.

Durch den Verkauf von Maagtechnic Anfang April hätten im Geschäftsjahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr rund 115 Millionen Franken an Umsatz gefehlt. Dies habe durch die Akquisition der Columbia Engineered Rubber im Oktober nicht kompensiert werden können, teilte Dätwyler mit.

Auf starken Franken eingestellt

Wechselkurseffekte schmälerten die Verkäufe zudem um 21,3 Millionen Franken oder 1,5 Prozent. Das Unternehmen betonte aber, dass man sich seit längerem auf einen stärkeren Franken eingestellt habe. Dank den in den Vorjahren umgesetzten Massnahmen sei die Abhängigkeit vom Franken stark reduziert worden.

Inzwischen würden weniger als 5 Prozent des Umsatzes in der Schweiz produziert und in den Euroraum exportiert. Mit den aktuellen Wechselkursen nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses ergäbe sich beim Umsatz 2014 ein Translationseffekt von rund 10 Prozent.

2014 – ein Übergangsjahr

Operativ sei 2014 für Dätwyler ein Übergangsjahr gewesen, lässt sich Konzernchef Paul Hälg in der Mitteilung zitieren. Obwohl beim Umsatz das eigene Ziel nicht ganz erreicht worden sei, gehe der Konzern davon aus, dass bei der Ebit-Marge die Untergrenze des selbstgesetzten Zielbands von 10 Prozent übertroffen werde.

Die Gewinnzahlen veröffentlicht Dätwyler am 3. März.

(sda/dbe/ama)

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