Der Industriezuliefer Dätwyler hat im ersten Halbjahr 2015 trotz einem anspruchsvollem Umfeld den Nettoumsatz auf Basis der weitergeführten Geschäftstätigkeit um 1,7 Prozent auf 579,1 Millionen Franken erhöht. Das Nettoergebnis ging dagegen aufgrund von Währungseffekten auf 42,1 Millionen von 48,3 Millionen zurück, wie Dätwyler mitteilte. Das Unternehmen sieht sich zudem auf Kurs zur Erreichung seiner Jahresziele.

Beim Umsatz musste Dätwyler negative Währungseffekte von 9,5 Prozent hinnehmen, dagegen hat sich aus der Akquisition von Columbia ein positiver Effekt von 1,9 Prozent ergeben. Im Konzernbereich Technical Components kämpfe man nach wie vor mit einem schwierigen Marktumfeld, heisst es weiter. Der Konzernbereich Sealing Solutions dagegen habe unverändert von der Dynamik in den globalen Marktsegmenten Automotive, Health Care, Civil Engineering und Consumer Goods profitiert.

Frankenstärke drückt Ebit

Das Betriebsergebnis wurde ebenfalls durch die Frankenstärke beeinflusst. Der Ebit nahm leicht ab auf 67,4 Millionen Franken (Vorjahr 70,0 Millionen). Die entsprechende Marge verbesserte sich damit aber auf 11,6 Prozent nach 11,4 Prozent im Vorjahr. Bereinigt um negative Währungseffekte resultierte eine Marge von 12,5 Prozent.

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Damit hat das in den Bereichen technische Komponenten und Dichtungslösungen tätige Unternehmen die Erwartungen der Analysten beim Umsatz nicht erfüllt, während der Ebit leicht über den Prognosen zu liegen kam. Der AWP-Konsens für die entsprechenden Zahlen lag bei 598,6 Millionen bzw. 65,2 Millionen.

Sealing Solutions entwickeln sich gut

Für das Gesamtjahr 2015 sieht sich Dätwyler dank der erfreulichen Entwicklung des Konzernbereichs Sealing Solutions auf Zielkurs. Man sei zuversichtlich, dass das Umsatzziel von 1,2 Milliarden Franken mit Unterstützung der akquirierten Unternehmen zu erreichen.

Die Ebit-Marge wird weiterhin im Zielbereich von 10 Prozent bis 13 Prozent erwartet. Zur Beschleunigung des profitablen Wachstums wolle man in beiden Konzernbereichen gezielt in Massnahmen zur Verkaufsförderung investieren, heisst es weiter.

(awp/gku/tno)