Nach einem Absatzrückgang im Februar hat der Autobauer Daimler im März wieder mehr Wagen auf die Strasse gebracht. Mit gut 150.000 Autos der Marken Mercedes-Benz und Smart steigerten die Stuttgarter ihren Absatz im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,7 Prozent, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Damit konnte Daimler auch einen besseren Jahresstart verbuchen: Im ersten Quartal lag der Absatz mit gut 350.000 Stück knapp 3 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

Dabei hielten vor allem die A- und B-Klasse sowie die Geländelimousinen das Unternehmen auf Kurs. Die neuen Kompaktmodelle verkauften sich zwischen Januar und Ende März fast 50 Prozent besser als vor einem Jahr, die SUVs legten um knapp ein Drittel zu. Im Vergleich zu den grösseren Modellen der C-, E- und S-Klasse lässt sich mit den Kompaktwagen aber weniger Geld verdienen. Grosse Hoffnung setzt Daimler auf sein Flaggschiff S-Klasse, dessen neue Generation dieses Jahr in den Handel kommt. Eine überarbeitete Version der E-Klasse rollt bereits von den Bändern.

Abschwung in China

Unter anderem die neue S-Klasse soll auch auf dem wichtigen chinesischen Markt für neuen Schwung sorgen. Hier verkaufte Daimler im ersten Quartal rund 11 Prozent weniger Autos als vor einem Jahr und fährt der Oberklasse-Konkurrenz von BMW und der VW-Tochter Audi damit deutlich hinterher. Die ersten drei Monate seien stark von der Neuordnung der Vertriebsstrukturen und den anstehenden Modellwechseln geprägt gewesen, hiess es. Ausgleichen konnte Daimler den Rückgang unter anderem durch steigende Verkäufe in den USA, wo der Absatz im ersten Quartal um mehr als 12 Prozent zulegte.

(jev/aho/awp)

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