Der Autobauer Daimler muss in den USA knapp 150'000 Autos zurückrufen. Das sagte ein Sprecher am Montag in Stuttgart auf Anfrage und bestätigte damit entsprechende Medienberichte. Ihm zufolge handelt es sich um dasselbe Problem, das bereits bei einem Rückruf in Deutschland und China aufgetreten war.

Insgesamt hatten die Schwaben dabei gut 150'000 Autos zurück in die Werkstatt beordert. Demnach besteht die Gefahr, dass sich eine Dichtung löst und in den Motorraum gelangt. Im schlimmsten Fall könnte es dadurch zu einem Brand kommen. Betroffen sind dem Sprecher zufolge Fahrzeuge der E- und CLS-Klasse von Mercedes, die zwischen 2012 und 2014 hergestellt wurden.

Hoffnungen ruhen auf Nordamerika

Derweil setzt im Lastwagen-Geschäft ihre Hoffnungen in diesem Jahr auf Nordamerika. Die Verkäufe in den USA, Kanada und Mexiko dürften deutlich über dem Vorjahr liegen, sagte Daimlers Nutzfahrzeugvorstand Wolfang Bernhard am Montag in Stuttgart. Auch in Asien rechnet er insgesamt mit einer positiven Entwicklung. Die Märkte in Westeuropa und Lateinamerika - vor allem in Brasilien - blieben eine Herausforderung.

Insgesamt will der Autobauer aber Absatz und operativen Gewinn im Lkw-Geschäft erneut deutlich steigern. Im vergangenen Jahr hatte Daimler 496'000 Nutzfahrzeuge verkauft und den Gewinn dank seines laufenden Sparprogramms weiter gesteigert. Bis 2020 soll der Absatz auf 700 000 anwachsen.

(awp/moh/me)