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Aktie sinkt
Dänen verzichten auf Übernahme von Ceva

Ceva-Flagge vor Hauptsitz
Ceva Logistics: Sitz in Zug. Quelle: ZVG

Das Zuger Logistikunternehmen Ceva bleibt schweizerisch. Der Ansturm aus Dänemark ist vorbei, die Aktie sackt ab.

Veröffentlicht am 24.10.2018

Die dänische Transportfirma DSV bricht den Versuch einer Übernahme des Zuger Rivalen Ceva Logistics ab. DSV habe dem Verwaltungsrat des Logistikkonzerns eine verbesserte Offerte von 30 Franken je Titel unterbreitet, wie die DSV am Dienstag mitteilte.

Doch Ceva habe Gespräche abgelehnt. Entsprechend verzichte DSV auf das Vorhaben. An der Börse sackten Ceva um fast elf Prozent auf 21 Franken ab.

Ansturm abgewehrt

Vor rund zwei Wochen war bekannt geworden, dass DSV ein Angebot von 27,75 Franken je Aktie oder insgesamt rund 1,5 Milliarden Franken vorgeschlagen hatte. Das hatte einen Aufschlag von rund 50 Prozent auf den Aktienkurs vom Zeitpunkt vor Bekanntgabe des Interesses bedeutet. Ceva sah sich mit dem Angebot aber unterbewertet und sicherte sich für eine Ablehnung die Rückendeckung des Grossaktionärs CMA CGM.

Ceva seinerseits bestätigte am Dienstagabend, ein unverbindliches Angebot von 30 Franken pro Aktie erhalten zu haben. Der Verwaltungsrat habe das Angebot analysiert und alle Optionen im Interesse des Unternehmens geprüft. Man habe den Bieter um eine Verlängerung der Frist zur Prüfung des neuen Angebots gebeten. Nun nehme man vom Rückzug von DSV Kenntnis, hiess es weiter.

Ausverkauf an der Börse

Ceva ist nicht der einzige Titel, der am Dienstag unter Druck geriet. An den internationalen Finanzmärkten hat sich die Stimmung der Anleger deutlich eingetrübt. Das hat auch in der Schweiz zu deutlichen Kurseinbussen geführt. Am Ende fiel der Swiss Market Index (SMI) um 1,11 Prozent auf 8'767,15 Punkte zurück, wobei kein einziger Blue Chip das Geschäft im Plus abschliessen konnte.

Vom Ausverkauf wurden hierzulande Finanzwerte und Zykliker besonders erfasst: So büssten die Grossbanken CS (-2,1%) und UBS (-2,0%) stark an Wert ein. Deutliche Gewinnmitnahmen waren zudem bei Temenos (-5,4%), Sika (-3,8%) oder Partners Group (-3,6%) zu sehen. Gar um 26 Prozent rutschten die Aktien des Chipherstellers AMS ab. AMS ist zwar im dritten Quartal auf den Wachstumskurs zurückgekehrt, doch übten Analysten Kritik an den Gewinnmargen. Auch der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler (-9,0%) und der Computerzubehörspezialist Logitech (-11%) verloren nach Geschäftszahlen deutlich an Wert.

(sda/ise/bsh)

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