Der Nahrungsmittelriese Nestlé kauft weltweit in den kommenden drei Jahren 150000 Desktop-PC und Notebooks von Hewlett-Packard (HP). Der Umfang des Geschäfts liegt bei rund 200 Mio Fr. Weder bei Nestlé noch bei HP wird das Geschäft kommentiert. Ein Nestlé-Sprecher dementiert den Kauf nicht und HP beantwortet die Anfrage mit einem lakonischen «keine Auskunft».

Auch Roche kauft weiter bei HP, wie Roche-Sprecher Alexander Klauser bestätigt. Volumenangaben macht er nicht. Personen, die mit der Materie vertraut sind, sprechen von rund 8000 Einheiten. HP-Europachef Francesco Serafini spricht denn auch gegenüber der «Handelszeitung» von einem «sehr solide» laufenden Europageschäft. Es gebe zwar eine gewisse Abschwächung in einigen Teilen Europas, aber insbesonders das Geschäft mit den KMU laufe weiterhin gut.

Zurückhaltung bei den Banken

Zurzeit sind bei der Lenovo Schweiz keine Mitarbeiterentlassungen geplant, sagt Pascal Schlittler, Chef von Lenovo in der Schweiz, gegenüber "Handelszeitung Online". "Im Gegenteil: Im Verlauf dieses Jahres haben wir sogar den Verkaufsbereich weiter ausgebaut und 300m2 zusätzliche Bürofläche angemietet." Die Lenovo Schweiz konnte laut Schlittler in den ersten drei Quartalen dieses Jahres ihre Marktanteile laut den Marktforschern von IDC im Geschäftskunden-Umfeld überdurchschnittlich ausbauen.

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Auch bei Dell läuft das Geschäft nicht ganz rund. HP und Dell waren einige Zeit erbitterte Konkurrenten bei der Lieferung der PC-Flotten der Grossbanken. Eine Dell-Sprecherin konnte auf Anfrage keinen einzigen nennenswerten Grossauftrag melden. Die Grossbanken ihrerseits halten sich laut ihren Sprechern bedeckt zu ihren Anschaffungsplänen und allfälligen Verschiebungen bei Erneuerungen infolge der Finanzkrise.

Vor allem im Consumer-Bereich und bei den neuen Netbooks sehr erfolgreich ist dagegen Acer. Im letzten Jahr machte das Unternehmen in der Schweiz mit rund 60 Angestellten 345 Mio Fr. Umsatz. Für dieses Jahr erwartet Silvia Stäubli, Acer-Chefin in der Schweiz, einen etwas höheren Umsatz bei deutlich gesteigertem Volumen, weil die Preise pro Gerät fallen.