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Danone verklagt Zulieferer nach Babymilch-Skandal

Babynahrung von Danone in China: Eine Falschmeldung kostete den Konzern Millionen an Umsatz. (Bild: Bloomberg)

Mit Bakterien verseuchte Babymilch meldete Zulieferer Fonterra vor fünf Monaten. Eine Falschmeldung – die Abnehmer Danone teuer zu stehen kam. Der Konzern verlangt den vollen Ausgleich.

Veröffentlicht am 09.01.2014

Fünf Monate nach dem Skandal um verunreinigte Babymilch in China will der französische Danone-Konzern vor Gericht massive Schadenersatzforderungen durchsetzen. Der französische Nahrungsmittelhersteller klagt gegen den neuseeländischen Zulieferer Fonterra und will keine weiteren Produkte mehr von dem Unternehmen beziehen, gab Danone bekannt. Über die Höhe der Klagesumme machte das Unternehmen keine Angaben, strebt aber nach früheren Aussagen den vollen Ausgleich eines Umsatzverlustes von 350 Millionen Euro an.

Rückrufaktionen in neun Ländern

Im August hatte Fonterra gewarnt, dass in einigen seiner Molkereiprodukten ein Bakterium entdeckt worden sei, das die lebensgefährliche Krankheit Botulismus auslösen kann. Es folgten Rückrufaktionen in neun Ländern Asiens, darunter in China. Später stellte sich die Warnung jedoch als Fehlalarm heraus. Danone musste aber dennoch seine Jahresziele kappen, weil der Umsatz mit Baby-Nahrung stärker zurückging als erwartet.

Nun kündigten die Franzosen an, vor dem Obersten Gerichtshof in Neuseeland gegen Fonterra vorzugehen und in Singapur ein Schiedsgerichtsverfahren anzustrengen. Fonterra sieht keine gesetzliche Haftpflicht. Mit anderen Konzernen hat sich der Zulieferer außergerichtlich geeinigt.

(reuters/me)
 

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