Die Credit Suisse steht offenbar kurz vor einer Einigung mit den US-Behörden im Streit über alternative Handelsplattformen, den sogenannten Dark Pools. Die zweitgrösste Schweizer Bank könnte als Teil der Abmachung ein Rekordbussgeld im oberen, zweistelligen Millionen-Dollar-Bereich drohen.

Die Spekulationen ruhen auf einem Bericht des «Wall Street Journal» vom Dienstag. Die Zeitung beruft sich auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Verhandlungen würden mit der New Yorker Generalstaatsanwaltschaft und der US-Börsenaufsicht SEC geführt.

UBS zahlte 14 Millionen Dollar

Der Wirtschaftssender Fox Business News hatte Ende Juli berichtet, Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman bereite im Zusammenhang mit den Dark Pools eine Zivilklage gegen die Credit Suisse vor. Beide Parteien lehnten eine Stellungnahme ab.

Die Behörden haben die Handelsplätze wegen ihrer mangelnden Transparenz seit einiger Zeit im Visier. Schneiderman hatte die britische Barclays im Vorjahr wegen deren Dark Pool verklagt. Die UBS legte im Januar ein Verfahren mit der Zahlung von gut 14 Millionen Dollar bei.

Institutionelle Investoren nutzen Dark Pools

In Dark Pools müssen Käufer und Verkäufer ihre Orders nicht publik machen, bevor sie sich auf ein Geschäft verständigt haben. Genutzt werden die Plattformen vor allem von institutionellen Investoren, die grosse Aktienpakete unbemerkt kaufen oder verkaufen und so bessere Preise erzielen wollen.

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(reuters/ise)