Fakt ist: Keiner von uns hat je Mozart, Beethoven oder Verdi live gehört – deren Musik jedoch schon. Die Wiedergabe digitaler Aufzeichnungen kommt laufend den Konzerten näher. Die Technik macht riesige Fortschritte, und die wohl grösste Herausforderung ist eine High-End-Musikanlage in einem dynamischen Umfeld – sprich Automobil.

Aston Martin trifft auf B&O

Natanya Ford, Tonmeister von Bang & Olufsen (B&O), präsentiert stolz die neueste Kreation: Einen Aston Martin DBS mit dem eigens entwickelten Hifi-System. Da der DBS selbst schon eine Augenweide für sich ist, war es für B&O eine der Herausforderungen, ein hochwertiges Designerlebnis zu schaffen, welches schon vor dem ersten Ton Freude aufkommen lässt. So fahren links und rechts aus dem Armaturenbrett zwei elektrisch betriebene Hochtöner mit ALT (Acoustic Lens Technologie) aus. Zusammen mit weiteren elf Lautsprechern, welche über das ganze Fahrzeug verteilt sind – vom Hoch-, Mittel- und Basslautsprecher bis hin zum Subwoofer –, bilden diese zusammen eine hervorragende Klangeinheit.

Vorweggenommen: Das statische Klangerlebnis ist einfach genial! Das eigentliche Problem entsteht beim Fahren selbst. Bei jeder Geschwindigkeit und unterschiedlichen akustischen Umgebungen, sprich Überland, Stadt oder Autobahn, muss die Anlage stetig korrigieren. Das löste B&O, indem vorab die unterschiedlichen Geräuschpegel von 0–300 km/h gemessen werden. Jetzt wird jeder Aktivlautsprecher einzeln vom Verstärker mit Leistung (1000 Watt) versorgt. Damit die Musikanlage den dynamischen Prozess des Fahrens grösstmöglich eliminieren kann, kommt der 13-Kanal-Digital-Signal-Prozessor zum Einsatz. In ihm wurden alle gemessenen Daten (Geräusche) gespeichert, und er erkennt – über das beim Innenrückspiegel integrierte Mikrofon –, in welchem Umfeld sich das Fahrzeug befindet und steuert so jeden einzelnen Lautsprecher optimal an.

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Einwandfreier Sound beim Fahren

Damit noch nicht genug: Das James-Bond-Auto ist intelligent, sehr sogar. Schliesst James den Sicherheitsgurt, dann erkennt das B&O-System, dass nur ein Passagier an Bord ist, und der Klang wird für den Fahrer optimal balanciert. Steigt das attraktive Bondgirl ebenfalls ein, wird der Klang auf beide vorderen Sitze optimal verteilt. Einmal mehr könnte man auf 007 eifersüchtig werden: Der heisse Aston Martin und jetzt auch noch eine integrierte Konzerthalle mit linearem Sound. Beim Fahren bleibt er einwandfrei, und auch bei hoher Geschwindigkeit kommt die Anlage nicht ins Stottern.

Ebenso neu ist die Zusammenarbeit der Traditionsmarken Bentley und Naim, beides britische Hersteller edelster Technik. Das Naim-für-Bentley-System besteht aus einem 1100-Watt-Verstärker, abhängig vom jeweiligen Modell aus bis zu 15 Lautsprechern sowie einem digitalen Audio-Prozessor für signifikanten Hörgenuss. Das ehrgeizige Ziel dieser Zusammenarbeit war es, das beste Fahrzeug-Audiosystem der Welt zu erschaffen. Nun, dies können wir weder bestätigen noch dementieren, denn wir werden nie die Möglichkeit haben, alle Systeme dieser Welt anzuhören – aber der Sound ist überzeugend.

Tatsache bleibt, dass dies der erste Versuch von Naim in einem Automobil ist. Die hohe Handwerkskunst der beiden Manufakturen sichert eine erstklassige Zusammenarbeit der beiden exklusiven Produkte.