Der Schweizer Finanzplatz schrumpft. Seit der Jahrtausendwende haben hundert Bankinstitute ihre Geschäftstätigkeit eingestellt oder sind übernommen worden. Das zeigen Statistiken der Schweizerischen Nationalbank, welche die «Handelszeitung» ausgewertet hat. So waren per Ende 2014 noch 275 Banken in der Schweiz aktiv.

Allein im vergangenen Jahr haben neun Banken ihre Pforten geschlossen: die Sparkasse Engelberg, die AKB Privatbank Zürich, die Hyposwiss Privatbank, die Valartis Bank, die Bank Gutenberg, Standard Chartered Bank (Switzerland), Banque Privée Espirito Santo, Centrum Bank (Schweiz) und die Liechtensteinische Landesbank (Schweiz). Neu hinzugekommen ist al einziges Institut die Banque du Léman.

Erstaunliche Konstanten trotz Schwund

Trotz des Stukturwandels zeigt das Schweizer Banking erstaunliche Konstanten. Ende 2014 gab es im ganzen Land total 2937 Bankfilialen. Im Jahr 2000 waren mit 2801 nur unmerklich weniger gewesen. Der Personalbestand der Banken im Inland ist in dieser Zeit leicht geschrumpft: von 112'000 Vollzeitäquivalenten im Jahr 2000 auf 104'000 per Ende 2014. Der Personalaufwand pro Kopf ist im selben Zeitraum von 190'000 auf 198'000 Franken gestiegen.

Grösste Schweizer Bank bleibt die UBS mit einer Bilanzsumme von 1,1 Billionen Franken und weltweit 60'200 Beschäftigten. Die zweitgrösste Bank ist die Credit Suisse mit einer Bilanzsumme von 920 Milliarden Franken und 45'800 Beschäftigten. Im jährlichen Bankenranking der «Handelszeitung« tauchen dieses Jahr erstmals die drei Westschweizer Privatbanken Pictet, Lombard Odier und Mirabaud auf. Gemessen an der Bilanzsumme liegen sie auf den Plätzen 11, 29 und 73 der Grössenrangliste.

Julius Bär und UBP steigen auf

Zu den Aufsteigern des Jahres 2014 gehören Julius Bär und UBP. Die beiden Institute wuchsen dank Zukäufen von Auslandsbanken. Julius Bär, die sechstgrösste Bank der Schweiz, hat sich das Geschäft von Merrill Lynch und Leumi einverleibt. UBP hat bei Lloyds und Coutts zugeschlagen und ist von Platz 27 auf Platz 25 aufgestiegen.

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Ende Juni sind bereits die Top 100 Unternehmen der Schweiz publiziert worden. Im Herbst gibt es die vollständigen Zahlen: Die Top 500 Unternehmen der Schweiz erscheinen als Hochglanzmagazin, als Beilage der «Handelszeitung» am 3. September.