Tagen und Übernachten rund um den Flughafen Kloten war schon immer möglich. Seit anfangs August gibt es neu mit dem Radisson SAS ein Hotel direkt im Zürcher Airport. «Bei uns können die Gäste trockenen Fusses einchecken, es sind nur 150 m zum Terminal», sagt General Manager Werner Knechtli. Der Neubau verfügt im siebten Stockwerk über einen grossen Konferenzbereich mit 1600 m2 Fläche und im Erdgeschoss lässt sich der Ballsaal mit nochmals halb so viel Raum in vier separate Sektionen unterteilen. Schon in den ersten Tagen wur-den die Meeting-Räume förmlich überrannt, worauf Hoteldirektor Knechtli temporär zwölf Schlafzimmer in Tagungssäle umwandeln liess.

Verkehrsknotenpunkt

Schon das bisherige Conference Center im Zürcher Flughafen zog die Aufmerksamkeit der Businesswelt auf sich. Jetzt wurde dieser Trakt einer anderen Nutzung zugeführt und die Meetings finden nun ausschliesslich im neuen Radisson SAS mit seinen 330 Zimmern und Suiten statt. Der Treffpunkt an einem internationalen Verkehrsknotenpunkt ist für die Geschäftsleute ideal. Multinationale Gesellschaften können ihre Kaderleute am Morgen aus den verschiedensten Destinationen einfliegen lassen, eine Strategiesitzung durchführen und die Manager am Abend ohne Zeitverlust per Flugzeug wieder in ihre Heimat entlassen. Mehrtägige Veranstaltungen sind im Flughafenhotel die Ausnahme. Die Belegungsstatistiken von früher zeigen, dass zwei Drittel der Meetings nur wenige Stunden dauern. Mit dem modernen Businesshotel aus der Radisson-SAS-Kette dürfte sich das allerdings etwas ändern. Den Tagungsgästen bieten sich nun auch Übernachtungsmöglichkeiten vor Ort an, die durchgehend über einen kostenlosen High-Speed-Internetzugang verfügen.

Die Rezidor-Gruppe (siehe Kasten) hat in Zürich bereits das 20. Hotel mit direktem Zugang zum Airport eröffnet. Im nüch-tern überbauten Flughafengelände sticht das Radisson SAS allein schon durch seine geometrisch schlichte Fassade hervor. Als Isolation gegen den Fluglärm verfügt das Hotel über Kastenfenster mit einem zweifachen Schallschutz, die im Innern geräuschfreie Tagungsaktivitäten garantieren. Der in Düsseldorf beheimatete Acron Immobilienfonds hat rund 154 Mio Fr. in das funktionale Gebäude mit zusätzlichen Geschäftsräumlichkeiten investiert. Entstanden ist ein Hotelkomplex, der mit seinem sechsstöckigen, sakral anmutenden Atrium transparent und übersichtlich wirkt. An die grosszügige Lobby schliessen sich mit den Restaurants «Felini» und dem «Angels Wine Tower Grill» zwei Gourmetlokale an, die sowohl italienische Lebensfreude verströmen als auch den Alpine-Chic betonen.

Anzeige

Internationale Netzwerke

Das MICE-Geschäft (Meeting, Incentive, Congress, Event) hat innerhalb der Rezidor-Gruppe einen hohen Stellenwert. In den Businesshotels der Städte wird mehr als die Hälfte des Umsatzes mit Geschäftskunden erzielt. Entsprechend nutzen die Verkaufsteams die internationalen Netzwerke. «Die Global Sales Offices sind für uns ein wichtiger Anker», sagt Marketingdirektor Stefan Schär. Im Vordergrund stehen dabei die Zielmärkte Deutschland, Frankreich und Grossbritannien. Im Radisson SAS Zurich Airport bearbeitet ein fünfköpfiges MICE-Team nebst dem Hauptmarkt Schweiz speziell diese Länder. Neue Verkaufsmöglichkeiten schafft ein grosser Ballsaal.

Events im Flughafengelände

Für Stefan Schär ist Zürich Tourismus ein zentraler Partner bei der Vermarktung von zusätzlichen Kongresslokalitäten, die im Stadtgebiet eher dünn gesät sind. Zudem setzt er auf Events im Flughafengelände, die in Verbindung mit der Aviatik auch eine emotionale Komponente haben. Das neu eröffnete Radisson SAS am Flughafen wird im Aktivitätenprogramm 2009 gemeinsam mit den bereits bestehenden Gruppenmitgliedern in Luzern, St. Gallen und Basel ebenso wie den zwei Park Inn Hotels in Rümlang und Lully im Mittelpunkt stehen. Kein Zweifel: Das Cross-Selling wird in der rasch wachsenden Gruppe immer bedeutungsvoller. Dem Grosshotel am Zürcher Airport kommt dabei eine Schlüsselfunktion zu. Oder wie es Marketingchef Schär formuliert: «Damit Sie in zehn Minuten in Zürich oder in zwei Minuten in der Welt sind.»