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Das letzte Kapitel im Masterplan der Credit Suisse

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Tidjane Thiam: Mit der CS auf Kurs. Quelle: Keystone

Credit-Suisse-Chef Tidjane Thiam ruft das «Jahr der Beschleunigung» aus. Es ist das letzte Kapitel im Masterplan der Bank.

Kommentar  
Von Stefan Barmettler
am 25.04.2018

Die Credit Suisse und Tidjane Thiam sind auf Kurs. Und auf Plan. 2016 erhob der damals noch neue CS-Chef zum «Jahr der Neuausrichtung», 2017 war das «Jahr der Konsolidierung» und 2018 soll das «Jahr der Beschleunigung der Performance» werden.

Das Ergebnis fürs erste Quartal 2018 ist beeindruckend und widerlegt jene Kritiker, die Thiam als Totengräber der stolzen Credit Suisse sahen. Sicher aber ist es das letzte Kapitel im Masterplan der Credit Suisse, die – ähnlich wie die UBS – auf Vermögensverwaltung setzt.

Auffallend ist ja schon, wie oft Thiams dreijähriger Reset-Plan in der  Pressemeldung zum Q1-Ergebnis erwähnt wird. Es sind drei Mal. «Das dritte und letzte Jahr unseres Restrukturierungsplans hat gut begonnen». 

Potenzielle Thiam-Nachfolger

«Das dritte und letzte Jahr». Thiam, der seit 2015 bei der Grossbank in der Verantwortung steht, könnte nach erfolgreicher Umsetzung seines Dreijahresplans nach dem nächsten Abenteuer Ausschau halten – etwa als Nachfolger von IWF-Chefin Christine Lagarde.

Die Verbindung von Business und Weltpolitik wäre gewiss nach seinem Gusto, nachdem er in seiner Heimat Elfenbeinküste selbst einmal im Kabinett war und Verhandlungen mit IWF und Weltbank leitete.

Bankintern kursieren seit Monaten Namen potenzieller Thiam-Nachfolger: Der am höchsten gehandelte Kandidat heisst Iqbal Khan, Chef des Internationalen Wealth Management (IWM). Das IWM stieg unter dem Zürcher mit pakistanischen Wurzeln zur hochrentablen Vorzeigedivision auf; er geniesst Thiams Wertschätzung.

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