Amici Caffè AG ist ein Unternehmen, das seit seiner Gründung 1979 mit bestem Rohmaterial, ständiger Qualitätskontrolle und stetigem Innovationsgeist die bestmögliche Espressoqualität auf den Schweizer Markt bringt.

Seit der Gründung 1979 durch Francesco Illy steht der Name Amici Caffè für Qualität und Genuss im Kaffeebereich. Was sind die wichtigsten Kriterien für einen guten Kaffee?

Annemarie Illy: Eine Mischung aus 100% Arabica-Bohnen aus den besten Lagen, eine Kaffeemaschine mit ausgereifter Technologie, der richtigen Zubereitung, gut angepresstem Kaffeepulver, der Durchflussmenge von 25 ml Wasser bei einem Espresso. Dies alles serviert in einer vorgewärmten, dickwandigen Espressotasse. Dabei ist es wichtig, dass jede Instanz, vom Anbau bis zur Zusammensetzung der Mischung aus den verschiedenen Provenienzen, über die Röstung, die Verpackung, den Transport, die Lagerung und schliesslich bis zur professionellen Zubereitung die Materie Kaffee mit grossem Respekt behandelt.

Wie schmeckt der perfekte Kaffee?

Er hat ein ausgeglichenes Säure-Bitter-Verhältnis und trägt Aromen in sich wie Blüten, Gebäck und Schokolode, aber auch Erdnuss, Haselnuss und Butter. Er ist samtig und weich mit einem ausgeprägten Körper und sein Abgang ist lang anhaltend mit einer Tendenz zur Süsse.

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Amici Caffè ist original Illycaffè aus Trieste, der aus markenrechtlichen Gründen in der Schweiz Amici Caffè heisst. Was sind die grössten Unterschiede zwischen den Kaffeekulturen in der Schweiz und Italien?

Illy: Es sind vor allem die Genussgewohnheiten, die verschieden sind: In Italien werden Espresso und Ristretto genossen; lange Kaffees wie bei uns den Café Crème kennt man in Italien nicht. Dort wird das Kaffeetrinken tagsüber vor allem als kleine Pause genutzt: Man geht kurz in die Bar und trinkt im Stehen einen Caffè. In der Schweiz ist das Kaffeetrinken meist eine lange Pause, dazu gibt es Kuchen oder es wird die Zeitung dazu gelesen.

Amici Caffè steht für den perfekten Kaffeegenuss. Jetzt haben Sie ein neues Kapselsystem entwickelt. Was und wen wollen Sie mit dem neuen Kapselsystem erreichen?

Illy: Unser Kapselsystem, welches «Metodo Iperespresso», kurz «MIE» heisst, bringt dank seiner Technologie das ausgezeichnete Aroma unseres Kaffees noch besser in die Tasse. Es ist unsere Mission, das Produkt Espresso, welches ein Konzentrat von einer Vielfalt an Aromen und Gerüchen ist, bekannt zu machen. Die neue Kapsel ist ein weiteres optimales Mittel dafür. Unsere Zielgruppe sind Private und Büros, aber auch die Gastronomie in einem anspruchsvollen Segment.

Wo liegt der Unterschied zu den gängigen Kapselsystemen?

Illy: Unser Kapselsystem extrahiert in zwei Phasen: Der Hyperinfusion und der Emulsion. Das Resultat ist umwerfend: Der Kaffee fliesst bei uns direkt von der Kapsel in die Tasse. So kommt der Kaffee nie mit Maschinenteilen in Kontakt: Das garantiert eine absolute Reinheit des Kaffees und keine Verschmutzung in der Espressomaschine. Die Kapsel ist übrigens mit fünf Patenten geschützt.

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Zum neuen Kapselsystem gehören auch neue Espressomaschinen. In der Vergangenheit haben Sie mit der «X1» und «X6» solche mit Kultstatus entwickelt. Wie erreichen Sie das mit den neuen «X7», «X8» und «X2»?

Illy: Indem wir uns im Markt umschauen, was vorhanden ist und vor allem, wo noch Entwicklungspotenzial besteht. Wir stellen uns die Frage, was unsere Sinne erfreuen würde. Das Leben ist einfach zu kurz, um sich nicht mit dem Besten und Schönsten zu umgeben, wann immer dies möglich ist.

Neben Italien kommen nun auch viele Kaffeetrends aus Amerika. Wohin geht für Sie der Trend in der Kaffeekultur?

Illy: Ich bin der Meinung, dass die Trends von stark milchhaltigen Kaffeegetränken oder aromatisierten Kaffees länderspezifische Booms auslösen. Je besser die italienische Kaffeekultur etabliert ist, desto mehr wird das Pure siegen. Ganz im Sinne von: Weniger ist mehr.

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Mit welchen Produkten, glauben Sie, können heute junge Leute für Kaffee gewonnen werden?

Illy: Wenn sie die Kaffeekultur nicht aus dem Elternhaus kennen, dann vielleicht am ehesten über Convenience-Getränke auf Kaffeebasis. Diese müssen dann aber schon sehr gut ausbalanciert sein, damit der Wunsch nach den traditionellen Genussformen wie Espresso angeregt wird.

Wie gehen Sie bei Amici Caffè mit den neueren Themen wie Ökologie und Fair Trade um?

Illy: Seit vielen Jahren kaufen wir den grünen Kaffee direkt bei den Kaffeebauern ein. Diese produzieren und pflegen den Kaffee für uns nach ganz bestimmten Vorgaben, damit sich die einmalige Amici-Mischung ergibt. Der Preis dafür ist weit höher als der Weltmarktpreis. Dies motiviert die Pflanzer jedoch, einen hochwertigen Rohstoff zu liefern. Dafür braucht es von unserer Seite auch einen Wissenstransfer: So steht nicht nur der Preis im Vordergrund, sondern vor allem die Qualität, die wiederum die Existenz der Pflanzer garantiert. Wir nennen dies Hilfe zur Selbsthilfe. Zum Thema Ökologie: Amici Caffè ist hauptsächlich in Weissblechdosen verpackt, in Kartons oder in beschichteten Folien (Kaffeeportionen). Die Kapsel ist aus Polypropylen, für die wir ein Vollrecycling anbieten. Das heisst: Die verbrauchten Kapseln können zurückgegeben werden, die Materialien werden getrennt und wiederverwertet. Speziell zu erwähnen ist dabei die Lösung, dass aus dem Kunststoff PP wieder Leichtöl wird. Er bekommt damit gewissermassen ein zweites Leben.

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