Airbus will bis Ende des Jahres über eine Weiterentwicklung des Superjumbos A380 entscheiden. Der Chef des europäischen Luftfahrtkonzerns Thomas Enders sagte der «Wirtschaftswoche», der Verwaltungsrat werde sicher noch so lange benötigen, um sich «ein umfassendes Lagebild zu machen und Entscheidungen zu treffen».

Dies sei eine der schwierigsten Produktentscheidungen seit Jahren. «Fest steht, dass es eine A380 mit neuen Triebwerken nicht lediglich für einen einzigen Kunden geben wird.» Airbus hat in den vergangenen Jahren um Käufer für den A380 kämpfen müssen. Der bislang grösste Abnehmer, die Fluggesellschaft Emirates, hat einen Umbau der Maschine mit neuen Triebwerken gefordert.

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A400M trotz Absturz «konkurrenzlos»

Enders beschrieb trotz des jüngsten Absturzes eines A400M die Militär-Transportmaschine als «erstklassiges Flugzeug». Das Interesse daran sei gross und Airbus werde dafür Aufträge bekommen. «Die Maschine ist konkurrenzlos», sagte er unter Hinweis auf ihre Grösse.

Zwar habe Boeing die grössere C-17 im Angebot und Lockheed Martin die kleinere C-130. Viele Länder wollten jedoch weder das eine noch das andere Extrem. Zudem sei der A400M sparsamer und vielseitiger im Einsatz. «Darum wage ich die Prognose: Die US-Streitkräfte werden spätestens im nächsten Jahrzehnt der grösste Kunde für das Flugzeug.»

(reuters/gku/ama)