«Märkte sind wie Fallschirme: Sie funktionieren nur, wenn sie offen sind.» Das Zitat von Alt-bundeskanzler Helmut Schmidt stand schon auf der Einladung zur Tagung. Nach einer Einleitungsrede von , Präsident des Nahrungsmittel-Branchenverbandes fial, ging es schnell zur Sache.

Kritisch äusserten sich die Referenten über die Swissness-Vorlage, die vom Bundesrat letzten November vorgeschlagen wurde. Unmöglich zu schaffen wäre es, Produkte aus 80% Schweizer Rohstoffen herzustellen - die vorgeschlagene Bedingung, um das Schweizer Kreuz auf ihrer Packung zu verdienen. , Präsident des Verwaltungsrates der Kambly SA, meinte, wichtig wäre vor allem, dass seine Biscuits in der Schweiz produziert würden, unter hohen Qualitätsstandards. Für manche Produkte brauche es ein spezielles Mehl oder feine Nüsse, und die gäbe es leider nicht in der Schweiz. , Country Managing Director der Unilever Schweiz, ging in ihrem Vortrag über die Knorr-Produkte in die gleiche Richtung. Und , Generaldirektor von Nestlé Suisse, erklärte, der Thomy-Senf könnte gar sein Schweizer Zeichen verlieren. Alle drei zeigten sich in der von , Redaktorin der «NZZ», moderierten Diskussion kompromissbereit. Ihr Vorschlag: Eine 60%-Rohstoff- oder wertschöpfungsregel.

Die Schweizer Agrarpolitik wurde noch von Autor des Buches «Der befreite Bauer», kritisch unter die Lupe genommen. Unter anderem brachte er den seiner These nach ungelösten Konflikt zwischen dem Agrarschutz und Schweizer Exportinteressen zur Sprache. Als Letzter ergriff Bundesrat das Wort, der gerade aus der Bundesratssitzung kam, in der die Departemente verteilt worden waren. Er ging auf die Verantwortung der Schweizer Nahrungsmittelindustrie im Bereich Gesundheit und ausgewogene Ernährung ein.

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Am Ende wurden praktisch probiert, worüber man die ganze Zeit geredet hatte: Die Schweizer Produkte. Zum Apéro wurden erlesene Lindt-Pralinen verteilt, manch einer probierte ein Emmi-Müsli oder einen Käse. Alles made in Switzerland natürlich.