Die UBS hat in den letzten Jahren zwar bereits viele teure Rechtsfälle abschliessen können. Doch noch immer sieht sich die Bank mit einer ganzen Reihe von Klagen konfrontiert, die sie weitere Milliarden kosten könnten.

1. Unversteuerte Vermögen

Die französischen Behörden haben im Juni 2013 eine formelle Untersuchung gegen die UBS wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung eingeleitet. Im Juli 2014 wurde diese Verfahren auf den Straftatbestand der Geldwäscherei ausgedehnt. Die UBS musste in diesem Zusammenhang Ende September eine Kaution von 1,1 Mrd. Euro hinterlegen.

Ausserdem ermitteln Deutschland und Belgien gegen die die Schweizer Grossbank.  Mit einer deutschen Steuerbehörde ist man sich bereits einig geworden.

2. US-Hypothekenpapiere

Gegen die UBS sind in den USA immer noch verschiedene Klagen im Zusammenhang mit hypothekengesicherten Papieren hängig, die die UBS zwischen 2002 und 2007 verkauft hat.

Die Kläger - unter anderem der US-Staat Virginia - werfen der UBS vor, sie beim Verkauf dieser Papiere getäuscht zu haben. Sie fordern den Rückkauf der Hypothekenverbriefungen. Von den Klagen betroffen sind insgesamt Papiere mit einem Gesamtwert von 13 Milliarden Dollar.

3. Devisenhandel

Wie seit rund einem Jahr bekannt ist, laufen auch gegen die UBS Untersuchungen wegen Unregelmässigkeiten auf dem Devisenmarkt. Sowohl die Schweizer wie die britischen und die US-amerikanischen Behörden haben Untersuchungen eingeleitet, weil die UBS und andere Banken verschiedene Devisen-Referenzkurse manipuliert haben sollen.

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Die UBS hat dazu eine interne Prüfung veranlasst, welche sich auch auf das Edelmetallgeschäft bezieht. Ende September teilte die Bank mit, dass sie mit gewissen Behörden Gespräche führe über die Konditionen eines möglichen Abschlusses der Untersuchungen.

4. Dark Pools

Mit ihrem Bericht zum zweiten Quartal 2014 hat die UBS bekannt gegeben, dass die Untersuchungen der US-amerikanischen Börsenaufsicht SEC zu den sogenannten Dark Pools auch die UBS betreffen. Dark Pools sind ausserbörsliche Handelsplätze an denen Investoren unbemerkt vom Rest der Investoren grosse Aktienpakete kaufen oder verkaufen können.

Die Börsenaufsicht vermutet Unregelmässigkeiten auf diesen Handelsplätzen. So sollen Kunden mit falschen Informationen auf diese Dark Pools gelockt worden sein, um ihnen dort möglichst viel Geld aus der Tasche zu ziehen. Gemäss Statistiken der US-Finanzmarkt-Regulierungsbehörde betreibt die UBS gemessen an den Transaktionen den drittgrössten Dark Pool.

(mit Material von sda)