Apple hat in New York pünktlich zum Weihnachtsgeschäft drei Geräte vorgestellt: die neusten Versionen vom Mac Book Air und dem iPad Pro. Ausserdem gab es ein verbessertes Mac Mini.

Das iPad Pro hat dabei sein Aussehen am stärksten verändert. Zum einen hat Apple wie erwartet auch hier den Home Button ad acta gelegt und das Display bis zum Rand ausgerollt. Damit gewinnt wie beim iPhone X der Nutzer mehr Display, ohne dass sich die Gerätegrösse verändert. Bei der grössten Version des iPad Pro schrumpft das Gerät sogar deutlich, behält aber ein Display von 32 Zentimetern Diagonale. Die Steuerung funktioniert künftig mit den gleichen Gesten wie beim iPhone X beziehungsweise seinen Nachfolgern. Ausserdem hat Apple auch die Seitenkanten des Tablets angepasst, die nicht länger abgerundet daherkommen.

Anzeige

Magnetischer Apple Pencil

Die Leistung konnte Apple beim iPad Pro noch einmal spürbar steigern. Laut Konzernangaben ist das Tablet mittlerweile schneller als 92 Prozent aller im Markt erhältlichen Laptops. Ausserdem wird Adobe Photoshop mit der neusten Version kompatibel sein.

Nett sind sicher die Verbesserungen beim Apple Pencil, den der Nutzer zum Steuern, Zeichnen und Schreiben verwenden kann. Der digitale Stift wird künftig magnetisch an der Seite des iPads haften. Sobald er dort angedockt hat, wird er ausserdem drahtlos aufgeladen. Ärger mit dem Stift ohne Strom dürfte also bestenfalls der Vergangenheit angehören.

Das Tablet von Apple ist das erfolgreichste im Markt, wie auch Tim Cook bei der Präsentation nochmal betonte. «Apple hat im vergangenen Jahr mehr iPads verkauft als die Konkurrenz zusammengezählt», sagte Cook und präsentiere ein entsprechendes Chart (siehe Bildergalerie). Allerdings musste auch Apple feststellen, dass der Tabletmarkt sich anders entwickelte als ursprünglich erhofft. Auch acht Jahre nach der Präsentation der ersten Version und trotz 400 Millionen verkauften iPads ist diese Gerätekategorie nie so stark gewachsen wie ursprünglich gehofft.

iPad Pro und Mac Book Air in Bildern

iPad Pro 1
iPad Verkauf
Mac Mini
Mac Book Air
Mac Book Air
iPad Pro
iPad Pro
iPad Pro und Pencil
iPad Pro
iPad Pro Seite
iPad Pro inside
1|11

Das iPad Pro hat äquivalent zum iPhone X seinen Home Button verloren und dafür mehr Display.

Quelle: Screenshot

Mac Book Air schrumpft auf 15,6 Millimeter

Neben dem iPad stellte Apple-Chef Cook auch die neue Version eines weiteren Geräts vor: dem Mac Book Air. Der Vorgänger ist mittlerweile drei Jahre alt, mit dem Nachfolger war also gerechnet worden. Das Mac Book Air soll dabei seine beachtliche Batterieleistung von 12 bis 14 Stunden noch weiter steigern. Gleichzeitig hat das Air weiter an Grösse und Gewicht verloren: Es ist nur noch 15,6 Millimeter statt 17 Millimeter hoch und hat insgesamt ein Viertel weniger Volumen, obwohl der Bildschirm gleich gross bleibt.

Apple verstärkt ausserdem seine Bemühungen um eine nachhaltige Produktion seiner Geräte. Die Smartphone- und Computerindustrie steht in der Kritik, weil sie wertvolle Rohstoffe en masse verbraucht und sie selten wiedergewinnt. Beim neuen Mac Book Air geht Apple einen Schritt Richtung Nachhaltigkeit: Die Hülle des Laptops wird komplett aus recyceltem Aluminium produziert. Der Ausstoss an CO2 bei der Produktion sinke damit um 50 Prozent, heisst es bei der Präsentation. Diese Information erntet den meisten Applaus der gesamten Gerätevorstellung.

Die neuen Laptops und Tablets von Apple werden ab dem 9. November erhältlich sein. Das iPad Pro gibt es in einer 11-Zoll-Variante und einer 12,9-Zoll-Variante, jeweils in zwei Grautönen. Es kostet ab 899 Franken. Das Mac Book Air wird zusätzlich in Gold angeboten und kostet ab 1399 Franken.