Ob die Schweiz vom Datenklau in Deutschland betroffen ist, lässt sich noch nicht sagen. Die Melde- und Analysestelle Informationssicherheit (Melani) in Bern hat eine Anfrage an das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gestellt.

Dies sagte der stellvertretende Leiter von Melani, Max Klaus, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Man warte nun auf die Antwort aus Deutschland.

«Ob die Schweiz betroffen ist, lässt sich momentan nicht abschätzen. Gemäss Medienberichten sollen vor allem auch .com-Adressen betroffen sein. Bei diesen Adressen ist es praktisch unmöglich, die Herkunft des Kontoinhabers zu eruieren», erklärte Klaus.

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Strafverfahren eröffnet

Man habe jedenfalls eine offizielle Anfrage ans BSI gestellt, ob man allenfalls die entsprechenden Daten erhalten könne. Medienberichten zufolge sei offenbar ein Strafverfahren eröffnet worden. «In solchen Fällen ist es normalerweise schwierig, detaillierte Informationen zu erhalten.»

In Deutschland berät das BSI sich zunächst mit den grossen Providern über das weitere Vorgehen. Wie am Donnerstag bekanntwurde, haben Unbekannte einen Datenbestand von 18 Millionen E-Mail-Adressen samt Passwörtern geklaut. Laut der Staatsanwaltschaft Verden handelt es sich um aktiv genutzte Adressen, die zum Teil schon für den Versand von Spams missbraucht worden seien.

(sda/chb)