Seine beeindruckende Karriere als Kicker beendete er Ende 2012 bei LA Galaxy. Und das eher glanzlos. Doch nun will es David Bekcham nochmals wissen. Er bleibt dabei dem Fussball treu – statt auf dem Rasen wird der 39-jährige Brite künftig aber als Manager aktiv sein. Am Mittwoch gab er bekannt, in Miami ein eigenes, neues Team zu gründen. «Ich wollte einmal eine Mannschaft von Grund auf aufbauen», erklärte er an einer Medienkonferenz.

Das neue Team soll dereinst in der Major League Soccer (MLS), der höchsten amerikanischen Spielklasse, mittun. Bis dahin braucht es jedoch noch einige Vorbereitung. Die Mannschaft wird frühestens in der Saison 2016/17 mitkicken. Denn zuerst muss auch ein Stadion mit 25'000 Sitzplätzen gebaut werden. Und dafür wiederum braucht es Investoren. Für Beckham ist aber klar: «Miami ist bereit für den Fussball», sagte er vor den Medien.

Neben Basket-, Foot- und Baseball eine Randsportart

Fussball hat es in den USA schwer. Neben Basket-, Foot- und Baseball ist er noch immer eine Randsportart. Viele Experten sind denn auch skeptisch, ob Beckhams Plan wirklich aufgehen kann. Nicht einmal das lokale Basektballteam Miami Heat schaffe es, alle Tickets zu verkaufen, schreibt die Zeitung «Miami Herald».

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Doch es gibt auch andere Stimmen. Wenn einer es schaffen könne, dann Beckham, so ihre Argumentation. Schliesslich kenne er alle hochkarätigen Spieler. Er habe die richtigen Kontakte und könne Stars nach Miami locken. Zudem habe sich die Demographie Miamis verändert. Einwnaderer aus Lateinamerika sind fussballverückt.

Wer keinen Erfolg hat, der versinkt in der Vergessenheit

So oder so wagt Beckham viel. Fussball ist in den USA auch reines Geschäft. Wer gute Spieler hat und sportlichen Erfolg, der verkauft viele Ticktes und gewinnt lukrative Sponsoringdeals und er kann etwas für die Übertragungsrechte verlangen. Wer nicht, der versinkt in der Vergessenheit und endet oft in der Pleite.