In der Davoser Luxushotel-Pleite haben sich die Hotelkette Intercontinental und das Konkursamt in Chur vor Gericht auf einen Vergleich geeinigt. Intercontinental verzichtet auf etwa die Hälfte der Forderung von 870'000 Franken.

Dieser Prozessausgang fliesst nun ein in einen neuen, abgeänderten Kollokationsplan, der bis Ende Mai für die Gläubiger aufliegt, wie aus dem am Donnerstag erschienen Amtsblatt des Kantons Graubünden hervorgeht. In Konkurs gegangen ist nicht Intercontinental als Betreiberin, sondern die Pächterin der Luxusherberge, die Stilli Park AG in Chur.

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«Goldenes Ei»

Besitzerin des Hotels, das wegen der futuristischen Form auch «Goldenes Ei» genannt wird, ist ein Immobilienfonds der Grossbank Credit Suisse (CS). Der Stilli Park AG war im Juni letzten Jahres, nur ein halbes Jahr nach der Hoteleröffnung der Schnauf ausgegangen. Sie konnte der CS den Pachtzins nicht mehr zahlen und musste Konkurs anmelden.

Sofern der abgeänderte Kollokationsplan von den Gläubigern akzeptiert wird, können die Drittklass-Gläubiger damit rechnen, dass ihre Forderungen etwa zur Hälfte erfüllt werden. Die höher klassierten Forderungen wie Löhne und Sozialabgaben wurden bereits zu 100 Prozent beglichen, wie Philipp Annen, Leiter des Konkursamtes des Bezirks Plessur in Chur, auf Anfrage bekannt gab.

(sda/ise/ama)