Nexus Schweiz, der Anbieter von Informationstechnologie im Gesundheitswesen, lud vor wenigen Tagen ins Palace Hotel Luzern zu einer Fachtagung zum Thema Motivation im Gesundheitswesen. Den Abschluss bildete eine von Martin Spieler, Chefredaktor «Handelszeitung», geleitete Diskussionsrunde. Der Kostenanstieg im Gesundheitswesen sorgte für eine angeregte Debatte. «Fühlt ein Mensch sich daheim, so ist das ein wichtiger Teil der Gesundung», hielt Abt Martin Werlen vom Kloster Einsiedeln fest. Dem pflichtete Felix Schneuwly (Santésuisse) bei – seine Forderung zielte aber in eine andere Richtung: «Der Patient braucht Wahlfreiheit.» Diese wird durch private Anbieter garantiert. E. Roger Gutersohn, Klinik Mammern, unterstrich: «Privatspitäler erbringen 25% der Gesundheitsversorgung.» Ständerat Alex Kuprecht (SZ) rechnet mit einer Marktbereinigung: «Kleine Spitäler haben eher keine Chance.» Dem entgegnete der Schwyzer Regierungsrat Armin Hüppin: «Der Patient will eine bürgernahe, qualitativ hochwertige Versorgung – das ist ein Standortvorteil.» Rico Maritz, ehemaliger Direktor vom Kantonsspital Uri, fügte an: «Alle, die über ihre Ausgaben entscheiden können, sollen das tun können.»

Wie das Gesundheitssystem reformiert werden soll, blieb offen. Einig war man sich, dass die Kosten wohl weiter zunehmen werden und die hervorragenden Leistungen ihren Preis verdienten.