Der Gewinn des einst weltgrössten PC-Herstellers Dell ist in dem Anfang Mai abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal um ein Drittel auf 635 Millionen Dollar gefallen. Der Umsatz schrumpfte um 4 Prozent auf 14,4 Milliarden Dollar, wie das US-Unternehmen nach Börsenschluss mitteilte.

Nachbörslich stürzte die Dell-Aktie um mehr als 11 Prozent ab.

Dell macht wie auch anderen PC-Herstellern die schwache Nachfrage von Verbrauchern zu schaffen, die viel lieber zu Smartphones und Tablet-Computern greifen. Im Fall von Dell kommt hinzu, dass sich der Konzern schlechter als seine Rivalen im Geschäft mit Unternehmen schlägt.

Nach Zahlen der Marktforscher von Gartner verlor Dell im ersten Quartal dieses Jahres den zweiten Platz auf dem Weltmarkt an den chinesischen Anbieter Lenovo. Hewlett-Packard hält sich an der Spitze.

Gegenwind für die Branche

Die Prognosen von Dell verheissen der PC-Branche auch für die kommenden Monate harten Gegenwind. Die Kunden seien nach wie vor dabei, auf das aktuelle Microsoft-Betriebssystem Windows 7 umzusteigen, hiess es nach Zahlenvorlage. Daher könnte der erhoffte Schub für das Geschäft durch das für Herbst erwartete Windows 8 eventuell auch ausbleiben.

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Für das laufende Vierteljahr rechnet Dell mit einem Umsatzzuwachs von 2 bis 4 Prozent im Vergleich zum ersten Geschäftsquartal. Auch das war weniger als Analysten erwartet hatten.

Service-Bereich kann leicht zulegen

Einst war Dell selbst der weltgrösste PC-Hersteller, doch aktuell fällt das Unternehmen immer weiter zurück. Dell setzte später als seine grossen Rivalen auf das Geschäft mit Dienstleistungen, in dem man gutes Geld verdienen kann, auch wenn die PC-Verkäufe nicht so gut laufen.

Auch zuletzt machte der Service-Bereich nur gut ein Fünftel der Erlöse aus. Er legte um 1 Prozent zu, während das Geschäft mit Geräten um 5 Prozent zurückging. Inzwischen weitete der Konzern das Angebot auf Netzwerk-Ausrüstung und Speichertechnik aus.

(tno/vst/sda)