Deutlich niedrigere Kerosinkosten und mehr Passagiere auf dem Heimatmarkt haben der US-Fluggesellschaft Delta Air Lines im vierten Quartal ein Gewinnplus beschert. Bereinigt um Sondereffekte standen 649 Millionen US-Dollar Überschuss zu Buche nach 558 Millionen ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen in Atlanta mitteilte. Damit schnitt Delta besser ab als von Analysten erwartet.

Der gesunkene Ölpreis verringert zwar die Treibstoffkosten in der Branche. Dies wirkt sich aber nicht in vollem Umfang aus, weil sich viele Unternehmen mit sogenannten Hedging-Geschäften gegen einen Preisanstieg absichern. Sinkt der Preis dagegen, hat das Unternehmen das Geld umsonst investiert. Bei Delta sorgten derartige Geschäfte dafür, dass unbereinigt ein Verlust von 712 Millionen Dollar anfiel.

Prognose für die sechs Grossen

«Wie der Start ins Jahr 2015 zeigt, haben wir von dem geringeren Treibstoffpreis grosse Vorteile. Die günstigeren Treibstoffkosten werden zu Einsparungen von mehr als 2 Milliarden Dollar führen», sagte Unternehmenschef Richard Anderson.

Delta ist die erste grosse US-Fluggesellschaft, die ihre Zahlen für das vierte Quartal vorlegt. Analysten prognostizieren für die sechs grössten Fluggesellschaften einen um Sondereffekte bereinigten Gewinn von insgesamt 2,7 Milliarden Dollar. Das wären 59 Prozent mehr als noch im Schlussquartal 2013.

(awp/reuters/tno/gku)