Die Solothurner Politik liess sich nicht lumpen: Zahlreich erschienen Politikerinnen und Politiker, um die Angestellten der Papierfabrik Biberist zu unterstützen. Die Redner riefen die Angestellten der Fabrik dazu auf, die Hoffnung nicht aufzugeben.

Ans Rednerpult traten Volkswirtschaftsdirektorin Esther Gassler (FDP), SP-Ständerat Roberto Zanetti, die Vertreter der Arbeitnehmerorganisationen sowie die Gemeindepräsidenten von Biberist, Gerlafingen und Derendingen, wie der Biberister Gemeindepräsident Martin Blaser auf Anfrage sagte. Die Kundgebung war von diesen drei Gemeinden aus als Sternmarsch auf das Firmenareal organisiert.

"Wir haben die Erwartung, dass in Biberist weiterhin industriell produziert wird", sagte Esther Gassler vor den Teilnehmern der Kundgebung. Sie versprach, dass die Solothurner Regierung alles unternehmen werde, um die Arbeitsplätze zu erhalten.

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Ständerat Zanetti forderte vom Sappi-Verwaltungsrat, dass die "Papieri" eine Chance erhalte und versprach, dass Bundesbern Biberist nicht im Stich lassen werde.

Der südafrikanische Mutterkonzern Sappi will die Papierfabrik in Biberist schliessen, weil sie nicht mehr rentabel sei. Sappi begründet dies mit einer anhaltenden Überkapazität in der Papierindustrie, weiter steigenden Zellstoffpreisen und höheren Energiekosten.

Gewerkschaften, Geschäftsleitung und Beschäftigte haben seit der Schliessungsankündigung Ende März sechs Wochen Zeit, Alternativen vorzuschlagen. Sie werden dabei vom Solothurner Regierungsrat unterstützt.

(cms/sda)