Selbst wenn der Discounter Denner den Gerichtsstreit mit Nestlé verlieren würde, würde er gemäss Unternehmenschef Mario Irminger weiterhin mit Nespresso-Maschinen kompatible Kaffeekapseln im Sortiment führen. Diese hätten aber eine andere Form als heute.

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé habe während des Gerichtsverfahrens betont, dass es durchaus Kapselformen gäbe, die aus seiner Sicht erlaubt wären, erklärt Irminger in einem Interview des «SonntagsBlicks» die Haltung von Denner. «Im Falle des Falles werden wir unseren Kunden sicher solche Kapselformen anbieten können.»

Das Gerichtsverfahren beim St. Galler Handelsgericht dreht sich um die Frage, ob Denner mit seinen Kapseln-Imitaten Markenrechte von Nespresso verletzt. Falls es andere Kapselformen gibt, die mit der Maschine von Nespresso kompatibel sind, könnte die Form der Original-Kapseln möglicherweise markenrechtlich geschützt sein. Ein Urteil des Gerichts wird gemäss Irminger in den kommenden Wochen erwartet.

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Die Nespresso-Generika waren mit ein Grund dafür, dass der zur Migros-Gruppe gehörende Discounter im vergangenen Jahr trotz sinkenden Preisniveaus ein Umsatzplus von 1,8 Prozent verzeichnen konnte. Nach Irmingers Angaben wird Denner weiter wachsen: Nach den ersten Monaten rechne er mit einem Umsatzwachstum auf Vorjahresniveau, sagte er. Dazu beitragen wird auch die Eröffnung von 25 neuen Filialen.

(vst/sda)