Am 26. Mai 2011 war es soweit. Google lancierte sein neuestes Vorzeigeprojekt. Google Wallet sollte nichts anderes als das Zahlen revolutionieren. Auf dem Mobiltelefon mit Googles Android-Betriebssystem kann ein Nutzer seine Daten zu Kredit- Kunden- oder Debitkartendaten speichern. In ausgerüsteten Läden braucht er dann nur noch sein Handy zu zücken und einmal eine PIN-Nummer einzugeben, um zu zahlen.

Rund 300 Millioen Dollar investierte Google bislang in das Projekt. Vielleicht vergebens, wie das Wirtschaftsportal Bloomberg Businessweek schreibt. Weniger als zehn Millionen Menschen weltweit benutzen bislang die App von Google Wallet. Deshalb prüft der Konzern nun offenbar, das Projekt ganz einzustellen, wie das Portal schreibt.

Chef trat zurück

Mit Wallet wollte Google vor allem eines erreichen. Der Konzern wollte an die Daten zum Konsumverhalten der Nutzer kommen. Darauf aufbauend hätten sie gezielte Werbung erhalten sollen - hier verdient Google das grosse Geld. Programmier-Chef Osama Bedier jedenfalls trat kürzlich zurück und verlässt den Konzern. «Zahlungen sind ein grosser Teil unseres täglichen Lebens und wir arbeiten weiter daran, sie einfacher zu machen», erklärte ein Sprecher von Google gegenüber Bloomberg Businessweek lediglich.

Anzeige

(se/chb)