Peugeot hat in den letzten zwölf Monaten sein Modellprogramm umfassend modernisiert. Die jüngste, auf dem Genfer Automobilsalon 2009 als Weltpremiere gezeigte Neuheit ist das elegante Coupé-Cabriolet 308 CC. Es ersetzt die Version 307 CC, ist aber - wie dieses und das kleinere Modell 207 CC - mit einem faltbarem Stahldach ausgestattet. Es lässt sich innerhalb von 20 Sekunden öffnen und verhilft den Insassen zu einem erfrischend frischen Fahrvergnügen.

Der Neuheitenreigen bei Peugeot geht aber weiter. Ebenfalls als Weltpremiere war in Genf der kompakte Crossover 3008 zu sehen, ein Fahrzeug, das die Geräumigkeit eines SUV mit dem Handling eines Personenwagens kombiniert. Beim 3008 handelt es sich um den «kleineren Bruder» des SUV 4007, der in Kooperation mit Mitsubishi produziert wird. Mit dem 3008, der im Laufe dieses Jahres auf den Schweizer Markt kommt, drückt Peugeot im Modellmix den CO2-Ausstoss und sorgt so dafür, dass nicht alle SUV den strengen CO2-Grenzwerten der EU zum Opfer fallen werden.

CC schreibt Erfolgsgeschichte

Vorerst aber ist Peugeot dabei, den 308 CC auf dem hiesigen Markt zu lancieren. Er steht ab dem 23. April bei den Händlern. Das elegante Coupé-Cabriolet soll die Erfolgsgeschichte der Fahrzeuge mit faltbarem Stahldach im Segment der Klein- und Mittelklasse-Modelle für Peugeot fortschreiben. Wie der Vorgänger ist auch der 308 CC wieder ein Coupé-Cabriolet mit vier vollwertigen Sitzen. Überhaupt hat die französische Marke mit ihren CC-Reihen den Kunden der Mittelklasse den Weg zu diesen attraktiven Fahrzeugvarianten geebnet, denn sonst wäre die nicht eben preisgünstige Konstruktion wahrscheinlich der Oberklasse vorbehalten geblieben.

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Damit sich Fahrspass und Umweltverträglichkeit nicht ausschliessen, hat Peugeot zur Entwicklung umweltschonender Techniken grosse Anstrengungen unternommen, die in den letzten Jahren mehrfach für Schlagzeilen gesorgt haben. Zu diesen Entwicklungen gehört besonders der Russpartikelfilter für Dieselfahrzeuge. Er wurde erstmals im Jahr 2000 in das Top-Modell 607 eingebaut und hat viel dazu beigetragen, dass die sparsamen Selbstzünder auch für grosse, schwere Fahrzeuge, trotz immer strenger werdender Partikelgrenzwerte, weiter eingesetzt werden können.

Die Entwicklung dieses Filters verfolgte die Konkurrenz zuerst mit Argusaugen; es wurden sogar Zweifel an einem dauerhaften, zuverlässigen Einsatz laut. Doch die Peugeot-Erfindung hat sich bewährt und wird inzwischen auch von der Konkurrenz verwendet, nicht selten im Lizenzbau, was Peugeot zu einer zusätzlichen Einnahmequelle verhilft.

Auch sparsame Benzinmotoren

Seit vergangenem Jahr verfügt die französische Marke sodann über kleine, leistungsstarke Benzinmotoren, die sich durch niedrigen Verbrauch und damit durch einen tiefen CO2-Ausstoss auszeichnen. Diese Aggregate wurden zum Teil in Kooperation mit der BMW Group entwickelt. Im Segment der Kleinwagen ist vorläufig der Peugeot 107 mit einer 106 g/km-CO2-Emission das sauberste Fahrzeug der Familie.

Aufgrund dieser Fortschritte ist es der französischen Marke gelungen, in der Schweiz bereits 20% ihrer Fahrzeuge mit einen CO2-Ausstoss von 130 g/km und weniger anzubieten. Damit liegen die Franzosen im Bereich der von der EU geforderten Grenzwerte von 120-130 g/km, die zwischen den Jahren 2012 und 2015 im Modellmix eingeführt werden müssen. Allerdings erreichen heute erst Kleinwagen derart tiefe CO2-Normen. Der 308 CC liegt zurzeit, obwohl sparsam im Verbrauch, noch leicht darüber (siehe auch Kasten).

Neues Umweltlabel

Um die Erfolge auf dem Gebiet der Umwelttechnologien wirksam vermarkten zu können, haben die Franzosen ein neues Label, genannt «Blue Lion», geschaffen. Peugeot zeichnet nur solche Fahrzeuge mit diesem Label aus, die maximal 130 g CO2/km emittieren sowie in einem Werk produziert wurden, das nach der internationalen Norm ISO 14001 zertifiziert ist und damit eine positive ökologische Bilanz aufweist. Ausserdem müssen die Autos am Ende ihres Lebenszyklus zu 95% wiederverwertbar sein.