Das Bank-IT-Kompetenzzentrum in Chur wurde zeitgleich mit der Übernahme der Betriebsverantwortung für die komplette Informatik der Graubündner Kantonalbank im Sommer 2005 ins Leben gerufen. Bereits davor hatte sich T-Systems als Anbieter von Infrastruktur-Outsourcing-Dienstleistungen für Banken und Versicherungen etabliert und entsprechende Kunden gewinnen können. Mittlerweile hat das Unternehmen alle Bank-aktivitäten unter T-Systems Banking Services gebündelt und führt diese Services als eigenständiges Profit Center innerhalb der T-Systems Schweiz weiter.

T-Systems Banking Services besteht unter anderem aus den Competence Centers Finnova und Avaloq, die jeweils Consulting und Systemintegration sowie Applikationsmanagement rund um die beiden wichtigsten Universalbankenplattformen ausführen. Zugleich wird im Finanzumfeld die Marktbearbeitung verantwortet.

Daneben stellen sie in den eigenen Rechenzentren natürlich auch einen den Anforderungen der Banken entsprechenden sicheren und zuverlässigen Betrieb der Anwendungen und Systeme sicher.

T-Systems betreut im Geschäftsbereich Banking mehr als zehn Banken mit den unterschiedlichsten Bank-ICT-Services, darunter die Graubündner Kantonalbank, die Migros Bank, die Bank COOP, die Bank Linth, die St. Galler Kantonalbank, die Thurgauer Kantonalbank und die BZ Bank.

Die Palette reicht von ICT-Infrastruktur-Dienstleistungen für mehrere Kantonalbanken über das Application Management für Avaloq oder Finnova bis hin zum Output Management. Besonderes Potenzial verspricht sich T-Systems von ihrem Angebot «ASP Banking Solutions powered by Avaloq», einem «Rundum-sorglos»-Paket für mittelgrosse Banken, das die Standardbankenlösung von Avaloq im ASP-Modell mit Applikationsmanagement und Outsourcing-Dienstleistungen von T-Systems verknüpft. Die BZ Bank nutzt bereits seit mehreren Monaten diesen Service.

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Dieses Angebot ist ein erster Meilenstein bei der Umsetzung der Dynamic-Services-Initiative für Bankanwendungen. T-Systems hofft, bald weitere ASP-Angebote mit anderen Softwareanbietern entwickeln zu können.

Das A und O: Die Mitarbeiter

Die Mehrzahl der Mitarbeitenden bringt Bank-ICT-Know-how mit und kennt somit die besonderen Anforderungen der Banken und die spezifischen Prozesse in der Bankinformatik. Sie verantworten das Consulting, die Systemintegration und den Betrieb der Anwendungen und Systeme. Daher arbeiten bei T-Systems Banking Services zertifizierte Avaloq- und Finnova-Spezialisten, die jeweils für das Finnova- oder Avaloq-Consulting sowie das Applikationsmanagement zuständig sind.

Daneben sind vor allem im Application-Operations-Bereich viele Systems Engineers mit entsprechenden Zertifizierungen von Hard- oder Softwareanbietern wie beispielsweise von Oracle beschäftigt. Die meisten Mitarbeitenden verfügen über eine höhere Fachausbildung oder einen Hochschulabschluss und bringen langjährige Berufserfahrung bei Banken selbst mit.

Knackpunkt Rekrutierung

T-Systems hat unter dem Titel «TakeOff@T-Systems» ein ganzes Paket an Rekrutierungsaktivitäten entwickelt. Einstiegsprogramme für Studienabgänger mit und ohne ICT-Vorkenntnisse wie das «ICT Graduate Career Start Program» gehören genauso dazu wie Avaloq- und Finnova-Trainee-Programme, die Vergabe von Praktikumsplätzen an Studenten ? im Jahr 2009 stehen 15 Plätze bereit ?, die Betreuung von Diplomarbeiten oder die direkte Zusammenarbeit mit Fach- und Hochschulen im Rahmen konkreter Projekte.

T-Systems ist an allen wichtigen Rekrutierungsmessen in der Schweiz vertreten, pflegt ein enges Netzwerk zu den verschiedensten Fachvereinen und Fachverbänden sowie zu Alumni-Organisationen.

Und last but not least ist sich T-Systems bewusst, das hochqualitative Dienstleistungen nur von motivierten Mitarbeitenden erbracht werden können. Das Unternehmen ? das sich mit mehr als 1000 Mitarbeitenden schweizweit und mit seinen internationalen Karrierechancen ohnehin als attraktiver Arbeitgeber darstellt ? legt grossen Wert auf seine Unternehmenskultur und die Pflege gemeinsamer Visionen und Werte. Dafür steht T-Spirit, ein solidarischer Geist, der Integrität, Leistungswillen, Innovation und Respekt zur Basis hat.

 

 

NACHGEFRAGT


«Wir bieten ein ?Rundum-sorglos?-Paket»

Hans Nagel, Mitglied der Geschäftsleitung, Leiter Geschäftsbereich Banken, T-Systems, Chur.

Welche langfristigen Pläne verfolgen Sie mit dem Finance Competence Center?

Hans Nagel: T-Systems sieht im Banken- und Finanzsektor in der Schweiz weiterhin ein grosses Potenzial für ihre Dienstleistungen. Viele Banken definieren ihre Strategien, wie sie ihre Wertschöpfungskette aufbrechen und was künftig «inhouse» beziehungsweise welche Leistungen extern erbracht werden sollen. ICT- und Application-Management-Services versprechen Kosteneffizienz und -transparenz bei gleichzeitiger Flexibilisierung und Professionalisierung der Bankeninformatik. T-Systems verfolgt mit ihren «Rundum-sorglos»-Angeboten sowie ihren attraktiven «Pay per use»-Abrechnungsmodellen die Vision von «Bank-ICT aus der Steckdose», dank der sich Banken auf das Banking konzentrieren können und sich um dessen technologische Umsetzung nicht mehr im Detail zu kümmern brauchen.

Mit welchen Partnern arbeiten Sie zusammen?

Nagel: T-Systems ist sowohl zertifizierter Avaloq- als auch Finnova-Partner. Daneben arbeiten wir bei der Implementation mit Anbietern wie Business Solution Group oder Solution Providers zusammen. Eine besondere Rolle bei der Erschliessung des weiteren Potenzials im Bankensektor, vor allem auch in anderen Ländern, kommt der weltweiten strategischen Partnerschaft mit Cognizant zu, dank der die internationalen Delivery-Fähigkeiten von T-Systems substanziell gestärkt wurden.

Wie beurteilen Sie den Business- Process-Outsourcing-(BPO)-Markt in der Schweiz?

Nagel: Das Bedürfnis zahlreicher Banken, Teile der Wertschöpfungskette mit klaren Skaleneffekten auszulagern, ist vorhanden. Darauf beruht auch unser Erfolg im Bereich der ICT-Services und im Application Management. Von der Bereitschaft, die eigene Fertigungstiefe zu überdenken, bis zur Akzeptanz von Dienstleistungsangeboten, die ganze Geschäftsprozesse abdecken, ist es jedoch ein weiter Weg. Das Angebot ist zwar vorhanden und einige Anbieter sind durchaus erfolgreich unterwegs. Aktuell geht es bei vielen Banken aber erst einmal darum, die entsprechenden Voraussetzungen dafür zu schaffen und durch eine neue Plattform die Integration auf Prozessebene mit vertretbarem Aufwand zu ermöglichen.