Im Halbjahresabschluss von Gategroup (Aktie) hat sich der starke Franken deutlich bemerkbar gemacht. Der vor allem für Fluggesellschaften tätige Catering-Konzern weist mit 1,32 Milliarden Franken einen Umsatz aus, der nur 0,1 Prozent höher liegt als ein Jahr zuvor.

Bei konstanten Wechselkursen wären die Einnahmen von Gategroup jedoch 14 Prozent gewachsen. Der operative Gewinn vor Abschreibungen und Sonderbelastungen (Ebitda) ging um 4,7 Prozent auf 88,4 Millionen Franken zurück. Wechselkurseffekte hinausgerechnet wäre er laut Communiqué aber 9,7 Prozent höher als im ersten Halbjahr 2010 ausgefallen.

Beeinflusst haben das operative Ergebnis höhere Kosten beim Einkauf der Rohmaterialien sowie die Flugausfälle und -umleitungen in Zusammenhang mit der Erdbeben- und Atomkatastrophe in Japan. Der Reingewinn belief sich auf 20,1 Millionen Franken und betrug damit mehr als das Doppelte im Vergleich zur Vorjahrsperiode.

Grund für die Gewinnzunahme sind unter anderem tiefere Finanzierungs- und Restrukturierungskosten, die 2010 das Ergebnis noch belastet hatten. Das Unternehmen plant, für das laufende Jahr wieder eine Dividende auszuschütten.

In die Schlagzeilen geraten ist Gategroup dieses Jahr, nachdem ein Betrugsfall bei ihrer skandinavischen Tochter aufgeflogen war. Dessen Chefin hat das Unternehmen um rund 24 Millionen Franken betrogen. Darauf verliess auch Konzernchef Guy Dubois das Unternehmen, weil seine Familie mit der Betrügerin privat befreundet war.

(cms/tno/sda)