Am Anfang und am Ende einer jeden Dienstleistung stehen, ob nun manuell oder durch Maschinen erbracht, Quali- tät und Kundenzufriedenheit. Diese lassen sich mit Feedbacks messen, die in ein umfassendes Konzept eingebettet sind. Wünsche, Anregungen und Beanstandungen der Auftraggeber - und das gilt besonders auch für die Sparte Facility Services - müssen direkt in den Arbeitsprozess einfliessen, in dem sie unmittelbar mit dem Team besprochen und entsprechende Massnahmen ergriffen werden.

Die Facility-Services-Branche ist zwar krisenresistent, dennoch aber hart umkämpft. Dies widerspiegelt sich besonders markant in der Preisgestaltung. Auf der andern Seite steigen die Ansprüche der Kunden. Dass sich immer mehr Dienstleister bezüglich der Preisgestaltung wehren, ist nachvollziehbar. Entweder machen sie bei teilweise ruinösen Preiskämpfen nicht mit - oder sie erweitern ihr Tätigkeitsfeld und kommen mit innovativen Ideen auf den Markt.

In Anbetracht dieser Umstände wird auch auf der Herstellerseite intensiv nach neuen und effizienteren Methoden geforscht und getestet. Damit könnten sie den Dienstleistern wie auch den Endkunden helfen, ihre Kosten zu optimieren. So sind beispielsweise vermehrt Bestrebungen im Gange, das Personal mit der Übernahme bestimmter Aufgaben und Prozesse durch mobile Roboter zu entlasten und Kosten einzusparen. Lange Zeit lag der Schwerpunkt nur auf den Industrierobotern. Wie Christian Coenen erklärt, zielt die Roboterindustrie nun aber in der Entwicklung vermehrt auf mobile Roboter, die fähig sind, komplexe Aufgaben zu übernehmen und den verschiedenen Stakeholdern Mehrwert zu generieren. Das war auch die zentrale Zielsetzung bei der kooperativen Forschungsarbeit zwischen der MT Robot AG und dem Institut für Facility Management der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in Wädenswil. Unter anderem wurde geforscht, ob für mobile Roboter anhand ihrer Eigenschaften und Fähigkeiten sowie der gegebenen unternehmensspezifischen Voraussetzungen Einsatzpotenziale in den drei Facility-Services-Bereichen Reinigung, Sicherheit und innerbetrieblicher Transport bestehen und wie konkrete Einsatzorte aussehen können. Das Forschungsteam mit Christian Coenen, Katrin Birgy und Andreas Drost kommt zum Schluss, «dass es sich beim Einsatz mobiler Roboter in Facility-Management-Teilbereichen nicht um unrealistische Science-Fiction-Szenarien, sondern um reale Chancen für das effektive und effiziente FM handelt».

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