Mit Abonnement ab einem Franken: So oder ähnlich werben Swisscom, Sunrise und Salt für neue Handys. Doch der tiefe Preis ist trügerisch. Durchschnittskunden surfen und telefonieren für weniger Geld, wenn sie Abo und Gerätekauf trennen.
 
Diese Regel gilt zumindest bei den zehn beliebtesten Handys, etwa den neueren Apple- und Samsung-Geräten. Über 2000 Franken blättert jemand im Schnitt über zwei Jahre hin, wenn er oder sie bei Swisscom ein Abo inklusive Handy unterschreibt: Wer das Handy getrennt kauft und ein Abo bei M-Budget (Swisscom-Netz) abschliesst, spart über 800 Franken.

M-Budget am günstigsten

Bei Salt und Sunrise sieht dieser Vergleich ähnlich aus. Beispiel Salt: Rund 1600 Franken über zwei Jahre beim Abo inklusive Handy, rund 1460 Franken beim separaten Handykauf und «Das Abo» von der Post (Salt-Netz). Kleiner ist die Differenz bei Sunrise, dort werden knapp 1800 beziehungsweise 1710 Franken fällig.

Der günstigste reine Abo-Anbieter ist bei diesem Vergleich M-Budget – und zwar bei allen zehn Geräten. Durchnittsnutzer telefonieren bei dieser Analyse monatlich 120 Minuten, verschicken 60 SMS und übertragen 500 Megabit.

Trügerische Rabatte

Eine weitere Kostenfalle sind Rabatte. Die drei Telekomfirmen werben mit saftigen Preisabschlägen auf dem Handy im Abo.

Die Swisscom bietet maximal 600 Franken Reduktion, bei Salt sollen Kunden sogar knapp 900 Franken sparen. Doch auch hier ist die Analyse von Comparis ernüchternd: Die Anbieter geben überteuerte Gerätepreise an, und der Rabatt wird zudem einfach mit dem Preis fürs Abo verrechnet.

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(mbü)