Eine nachhaltige Immobilie entsteht dann, wenn sowohl die ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekte ausgeglichen berücksichtigt werden. Viele Investoren verbinden Nachhaltigkeit aber nach wie vor mit Mehrkosten. Aber gerade das Gegenteil ist die Realität: Nur mit einer nachhaltigen Immobilie ist langfristig eine angemessene Rendite zu erreichen.

Hohe Anforderungen

Eine Immobilie muss verschiedene Kriterien erfüllen, damit sie als nachhaltig bezeichnet werden kann. Was aber sind die entscheidenden Kriterien aus ökologischer, ökonomischer und gesellschaftlicher Sicht? Auf internationaler und nationaler Ebene sind in den letzten Jahren dazu eine Anzahl von Methoden zur Bewertung nachhaltiger Gebäude entwickelt worden. In der Schweiz steht dabei als Grundlage die SIA 112/1 - Nachhaltiges Bauen Hochbau im Vordergrund. Die wesentlichen Aspekte einer nachhaltigen Immobilie beinhalten:

Hohe Nutzer- und Nutzenflexibilität Ermöglicht eine optimale Anpassung an zukünftige Nutzungsanforderungen, vermindert damit das Risiko einer hohen Leerstandsquote und verringert den Ressourcenverbrauch für einen Umbau oder Ersatz durch die lange Nutzungsdauer.

Geringe Energie- und Wasserabhängigkeit Reduziert die Betriebskosten, verringert die Abhängigkeit von externen Einflüssen (Preisschwankungen) und reduziert den Ressourcenverbrauch für einen Umbau oder Ersatz durch die lange Nutzungsdauer.

Gute Erreichbarkeit und Erschliessung Erhöht die Attraktivität des Standorts und damit den Marktwert, vermindert den zusätzlichen motorisierten Verkehr und die damit verbundenen Umwelteinflüsse.

Minimaler Boden- und Materialeinsatz bei der Erstellung

Reduziert die Baukosten und stellt einen effizienten Umgang mit den Ressourcen Boden und Baumaterial sicher.

Gesundheit und Komfort Schafft ein gesundes und produktives Arbeits- und Wohnumfeld und beugt Sanierunskosten vor.

Bauliche Sicherheit Berücksichtigt zukünftig vermehrt auftretende Starkwetterereignisse und verringert damit hohe Wiederherstellungskosten.

Akzeptanz und Mitsprache Vermeidet langwierige Bewilligungsverfahren und damit Kosten und erhöht die Attraktivität und Akzeptanz des Bauwerkes.

Architektonischer Ausdruck Stellt die positive Identifikation mit dem Bauwerk sicher, schafft ein Kulturerbe und leistet einen Beitrag zur gebauten Umwelt.

Um eine nachhaltige Immobilie zu entwickeln, braucht es sowohl Kompetenz beim Besteller als auch auf Seiten der Planenden. Die gemeinsame Auseinandersetzung mit dem Thema, moderiert durch den Generalisten für Nachhaltigkeit, ermöglicht so die Formulierung der Anforderungen schon in der Projektentwicklung. Der kreative Prozess zwischen der Bauherrschaft und den Planenden besteht nun darin, ein optimales Gebäude im Rahmen der vorhandenen Situation zu entwickeln. Dabei geht es vor allem darum, die beeinflussbaren Stellhebel zu erkennen und maximal zu nutzen. Nachhaltig Bauen heisst nicht, bauen nach einem vorgegebenen Rezept, sondern der individuellen Situation angepasst. Durch den Einbezug aller Akteure mit den nötigen Kompetenzen entstehen unkonventionelle, zukunftsorientierte Lösungen. Dabei unterstützen phasengerecht eingesetzte anerkannte Hilfsmittel den Entscheidungsprozess und geben den Investoren die nötige Sicherheit, zukunftsorientiert und nachhaltig zu handeln.

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