Christoph Brand, CEO der Sunrise, eröffnete den Anlass mit provokativen Worten zur angeblichen Diskriminierungspolitik im Schweizer Telekommarkt. Abhilfe würde seiner Meinung nach eine ausgelagerte Infrastruktur in der separaten Kabel-Schacht AG schaffen. Ein Highlight war der Freiburger Nationalrat und SP-Präsident Christian Levrat, der bewies, dass auch Parlamentarier über fundiertes Telekomwissen verfügen. Er zeigte auf, dass die Idee einer privatisierten Swisscom geringe politische Chancen hätte.

Marc Furrer, Präsident der ComCom, präsentierte die regulatorischen Rahmenbedingungen des Marktes, die er mit Roundtables mitgestaltet. Anhand von konkreten Fallbeispielen wie Manor, Raiffeisen, Mediamarkt und SBB konnten die Teilnehmer erfahren, wo Telekommunikation überall eine zentrale Rolle spielt. Beat Knecht, Mitgründer von Zattoo, präsentierte, wie er über das Internet klassisches Fernsehen gratis anbieten kann. Ralph Eichler, Präsident der ETH Zürich, zeigte auf, welche (Grundlagen-)Forschung an der ETH für die ICT Community betrieben wird. Auch die ICTrend-Map – zusammengestellt von Jörg Halter und Martin Steinmann von der ocha – zeigte die Wichtigkeit von gutem Grundwissen und Vorgehensweisen auf, um erfolgreich arbeiten zu können. Ein weiteres Highlight war das Gespräch zwischen Carsten Schloter, CEO der Swisscom, und Martin Spieler, Chefredaktor der «Handelszeitung». Sie sprachen über die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf den Schweizer Telekommarkt, eine mögliche Marktkonsolidierung, das Glasfasernetz des EWZ, die Motion Forster sowie über weitere relevante Telekomthemen. Fritz Sutter führte, wie jedes Jahr, souverän und mit persönlichen Anekdoten durch die Veranstaltung.