Weiss irgendein Mann, wie schwer seine Treter sind? Dominik Risch weiss es. «In der Regel wiegt ein Business-Schuh um die 600 Gramm.» 

Risch ist Fachmann für alles, was sich südlich des männlichen Knöchels abspielt.

Scans von 10'000 Männerfüssen erstellt

Seit er sich 2010 selbstständig gemacht hat, hat Risch rund 10'000 Männerfüsse vermessen. Der Liechtensteiner, fünfzig, fertigt für seine Marke Risch Shoes per 3-D-Scanner in Zürich millimetergenaue digitale Abbilder von Männerfüssen und entwickelt die Modelle, die er dann in Italien herstellen lässt.

«Damit», sagt Risch, «nehme ich den Männern das Kopfweh beim Thema Schuhkauf. Ist ein Mann einmal vermessen, kann er all seine Schuhe künftig online bestellen.»

Länger gehen, weniger ermüden

Was Männern trotzdem Kopfweh machte: Rischs Kunden wünschten stets möglichst leichte Treter. Sie träumten, wie Risch sagt, vom «schuhtechnischen Alleskönner, einem Modell, das im Business gute Figur macht und möglichst wenig Gewicht hat». Damit sie länger gehen, später ermüden und also mehr performen können.

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Zwei Jahre lang hatte Risch das Thema im Hinterkopf. Dann ging er ans Werk. Er verzahnte das Oberteil eines Business-Schuhs – «butterweiches Kalbsnappaleder» – mit einer «ultraleichten Sohle aus Mikrozellgummi.»

Haltedauer: 20 Börsenquartale

Gewicht des Derby-Schnürers: 430 Gramm. Preis: 360 Franken. Seit Herbst ist das Modell «Sherlock» auf dem Markt. Die Männer haben eine Sorge weniger. Auch deshalb, weil der Schuh relativ lange performen sollte, sagt Risch. In der Sprache der Businessclass: Zwanzig Börsenquartale.

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