Organisator Fritz Sutter hatte Mühe, seine über 1100 Gäste zum Schweigen zu bringen. Vor dem Essen sollten nämlich noch drei Redner auftreten: Nationalrat Ruedi Noser, Präsident des Dachverbandes ICT Switzerland, sprach von einer Digitalen Agenda 2020, die zusammen mit der Economiesuisse ausgearbeitet werden soll. Diese werde anlässlich der Frühlingssession präsentiert.

Stephan Klapproth, Journalist beim Schweizer Fernsehen, sinnierte über die Entwicklung des Homo sapiens zum «Homo zappens», dessen Zerstreutheit gross und dessen Aufmerksamkeitsspanne kurz ist. Der Fernsehmoderator erklärte redegewandt, dass der Mensch immer noch ein geschichtenerzählendes Tier sei, und pochte auf die Macht der Wörter. Dann trat der englische Dirigent Howard L. Griffiths auf die Bühne. Ein Arm steckte wegen eines Unfalls in der Schlinge, mit dem anderen hielt er einen Dirigierstock. «Musik ist ein wichtiger Teil unseres Lebens und der Gesellschaft», sagte er und gab einen Schnellkurs im Dirigieren. Am Ende leitete er die gesamte Versammlung ausdrucksstark und sicher: Die Gäste sangen «Happy Birthday». «Sehen Sie, was man alles aus Ihnen herausholen kann?», fragte er verschmitzt.

Zwischen mexikanischem Hauptgericht und Dessert gab der Komiker Andreas Thiel ein Intermezzo. Er liess sich mit spitzer Zunge über nationale wie internationale Politik und Politiker aus. Er sprach übrigens auf Hochdeutsch - Schweizerdeutsch passe einfach nicht zur Satire, zu angenehm sei die Sprache, erklärte er.

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