Zu kompliziert.» Der Kommentar von Ruedi Noser über das öffentliche Beschaffungswesen ist eindeutig. Kein anderes Land interpretiere die von der Welthandelsorganisation (WTO) erlassenen Submissionsregeln so kompliziert wie die Schweiz, kritisiert der Verwaltungsratspräsident der Noser- Gruppe und FDP-Nationalrat. Noser hat die Konsequenzen gezogen: «Wir beteiligen uns im Inland an keiner WTO-Ausschreibung.» Seiner Ansicht nach müssten Ausschreibeverfahren so durchgezogen werden können, «ohne dass man dafür einen Anwalt braucht, wie das heute sehr oft der Fall ist». Schliesslich mache man Submissionen nicht für die Richter, «sondern um sicherzustellen, dass auch die besten und innovativsten Lösungen angeboten werden».

Noser ist kein Einzelfall. Im Verhältnis zwischen Staat und Unternehmen ist ? wo man auch hinhört ? die Vergabe öffentlicher Aufträge das Aufregerthema Nummer eins. Kein Wunder, geht es doch um die stolze Summe von rund 30 Mrd Fr., die Bund, Kantone und Gemeinden jährlich für Bauten, Güter und Dienstleistungen ausgeben. Das sind immerhin 7,5% des Bruttoinlandprodukts (BIP).

Neat-Streit mit Folgen

Nicht alle Fälle sind so spektakulär wie die Vergabe des Neat-Bauloses Erstfeld. Hier verzögerte ein Konflikt zwischen dem Strabag-Murer-Konsortium und der unterlegenen Marti-Gruppe den Bau um rund ein Jahr.

Der 40 Mio Fr. teure Rechtsstreit brachte immerhin etwas Positives mit sich. Er beschleunigte die sich seit Jahren dahinschleppende Totalrevision des «Bundesgesetzes über das öffentliche Beschaffungswesen» (BöB). Das «schwierige Unterfangen», so Finanzminister Hans-Rudolf Merz bei der Präsentation der Vernehmlassungsvorlage, soll die Mängel des geltenden Gesetzes beheben, die in Gewerbe- und Unternehmerkreisen je länger, je mehr für Ärger sorgten (siehe Kasten).

Anzeige

Noch dauert die Vernehmlassung zum neuen BöB bis Mitte November. Doch bereits jetzt zeichnet sich ab, dass massive Nachbesserungen nötig sind. So hat Markus Edelmann, Rechtsberater des IT-Branchenverbands SwissT.net, den Eindruck, dass der Entwurf noch zu stark von der Tradition der Vergabe von Bauaufträgen geprägt sei und deshalb der Komplexität von Informatikprojekten nicht gerecht werde. Werner Messmer, Präsident des Schweizerischen Baumeisterverbands und FDP-Nationalrat, teilt diese Meinung. «Ich frage mich, ob es überhaupt möglich ist, die diversen Submissionen für Bauaufträge, Lieferungen und intellektuelle Dienstleistungen in einem Gesetz zu erfassen.»

«Dialog» ungenügend

Die Informatikbranche fordert aus diesem Grund mehrstufige Verfahren. Diese sind im Entwurf unter dem Begriff «Dialog» zwar vorgesehen, aber Insider Ruedi Noser hält sie für ungenügend. «Wenn es darum geht, die besten Ideen zur Realisierung eines Projekts zu finden, so brauchen wir klar definierte zweistufige Verfahren. Im ersten geht es um die Präsentation von Ideen, im zweiten dann um verbindliche Angebote.» Auch würde die Rechtssicherheit grösser, wenn mit dem Zuschlag gleichzeitig auch der Leistungsvertrag abgeschlossen würde.

So würde auch ein Missstand beendet, den Markus Edelmann vor allem im Bereich der Medizinaltechnik beobachtet ? dass Submissionen erfolgen, ohne dass die Finanzierung gesichert wäre. Der SwissT.net-Experte ärgert sich: «Die öffentlichen Ausschreiber scheinen sich nicht darum zu kümmern, dass hinter jeder Projekteingabe eine Leistung steckt.»

Gegen Normensalat

«Fast jede Ausschreibung hat ihre eigenen Normen», zitiert Baumeister-Präsident Messmer ein in seiner Branche kursierendes Bonmot. Heute würden immer mehr neue Vorschriften und Normen in die Ausschreibungen verpackt, beklagt sich Messmer, «was zu Chaos und Intransparenz führt». Zurück zur eindeutigen SIA-Norm, den schweizweit anerkannten Regeln des Bauwesens, lautet deshalb seine Forderung. Auch wenn sie für andere Branchen, wie etwa die Informatik, nicht gilt, wehren sich diese ebenfalls gegen «vergabefremde» Kriterien.

Was Baumeister und Informatiker eint: Der Kampf gegen die Vergabemacht der öffentlichen Hand. «Wer Haftungsforderungen oder Garantierückbehalte ohne Bezug auf die Grösse des Auftrags willkürlich festlegt, schränkt den Kreis von möglichen Anbietern indirekt ein», sagt Ruedi Noser.

Beim Bau sei es ein beliebter Trick, mit unrealistischen Terminangaben vorzuselektionieren, weiss Verbandspräsident Messmer. Und für Rechtsberater Edelmann zeigt sich die Einkäufermacht auch darin, dass die Risiken bei der Erfüllung der Verträge in den meisten Fällen zulasten der Anbieter verteilt würden. Edelmann: «Das ist unfair.» Für ihn ist denn auch klar, dass sich das neue Submissionsgesetz am Kartellrecht orientieren müsste, «das solche Nachfragemacht einschränkt».

 

 


«Die Ruag ist ein ganz normaler Industriepartner»Kentxtueller 2.-TexteTitel 2

Das heutige Gesetz gilt nicht für die Beschaffung von Waffen und Munition für die Armee. Dieser Umstand hat immer wieder Kontroversen in Bezug auf die Transparenz der Verfahren und das Verhältnis zwischen Armasuisse als Beschaffungsstelle und dem Rüstungskonzern Ruag ausgelöst. Dieser erzielte 2007 einen Drittel seines Umsatzes von insgesamt 1,4 Mrd Fr. mit Leistungen und Lieferungen für die Armee.

Die geltende Rüstungspolitik und Eignerstrategie des Bundes für die Ruag bilden die Grundlagen für eine Zusammenarbeit in spezifischen Bereichen, insbesondere in der Instandhaltung von Rüstungsmaterial. Auf dieser Basis werden entsprechende Verträge zwischen Armasuisse und Ruag sowie mit weiteren Industriepartnern abgeschlossen.

Zum Verhältnis mit der Ruag befragt, sagt Thomas Knecht, Projektleiter Beschaffungsmanagement bei Armasuisse, die- ses sei «absolut transparent». Knecht: «Wir arbeiten mit Leistungsvereinbarungen, in denen festgelegt wird, was die Ruag zu welchem Preis für die Armee erbringt.»

Die Ruag ist, wie Knecht gegenüber der «Handelszeitung» erklärt, «ein ganz normaler Industriepartner, für den die gleichen Wettbewerbsbestimmungen gelten wie für alle übrigen Anbieter».(syn)

Nulputpat eugait velit, quis nullaortie vel dolor in volorti nciduipis et, quat ilit adio estisis cipsustio etuerat ut ex esenim quis elit, velit ver am augiam, quam ad minim dunt acinibh etummolore dolore minci ectet acilla facipisi. Ud tat. Giat at. Ut loreros nulpute molor si. To ex eugiam augait nibh elis nisi.

At, commolu mmodolummy nim zzrit laor sim ilit praesenis alit at vero odo odignit vullam veliquam do euis dolobor peraesequi tetum et lut autem quam, quat. Tate tat. Ut aut nullandiatum zzrit ulla facidui estin endit lore tat.e tincip eros nos nim dolor sum quor sum dolore tincip eros nos nim dolor sum quat diam ilis adipit a in volor susto ex ectem quis ddul in volor susto ex ectem quis dolum duis nos ea feu facillan hendrerit dipit landit adit nibh euisi tet landignisim numsan hent volendrerat vuet deliqu quis dfgj akldfgj adklögj rit dipit landit adit nibh euisi tet landignisim n dolor sum quat diam ilis safasfasdfadipit a in volor susto ex ectem quis ddul in volor susto ex ectem quis dolum duis nos ea feu facillan hendre dolor sum quat diam ilis adipit a in volor susto ex ectem quis ddul in volor susto ex ectem quis dolum duis nos ea feu facillan hendreumsan hsdfsdfsdfsdfsdfsdffssdfsdfsdfsfent volendrerat vullamet. At, commolu mmodolummy nim zzrit laor sim ilit praesenis alit at vero odo odignit vullam veliquam do euis dolobor peraesequi tetum et lut autem quam, quat. Tate tat. Ut aut nullandiatum zzrit ulla facidui estin endit lore tat.e tincip eros nos nim dolor sum quor sum dolore tincip eros nos nim dolor sum quat diam ilis adipit a in volor susto ex ectem quis ddul in volor susto ex ectem quis dolum duis nos ea feu facillan hendrerit dipit landit adit nibh euisi tet landignisim numsan hent volendrerat vuet deliqu quis dfgj akldfgj adklögj rit dipit landit adit nibh duis nos ea feu facillan hendre dolor sum quat diam ilis adipit a in volor susto ex ectem quis ddul in volor sxxxxxxxx xxxxxxxxxx xxxxxxx yxxxxxxxxxxxxxausto ex ectem quis dolum duis nos ea feu facillan hendreumsan hsdfsdfsdfsdfsdfsdffssdfsdfsdfsfent volendrerat vullamet.(xx)